Guten Rutsch und Frohes Neues Jahr!

Hallo zusammen!

Auch der Regisseur lässt sich ins neue Jahr hinüber tragen …

Wir von der Eifelarea Film wünschen euch einen guten Rutsch und ein frohes, erfolgreiches Jahr 2012. Wir unsererseits nehmen uns schon mal als Vorsatz, wieder regelmäßiger hier was zu posten!

Feiert gut ins neue Jahr!

Viele Grüße,
Thomas

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Wieder Fremdtipp: Wo Tanz auf Violine trifft

Hallo zusammen!

Man sagt ja, über Musik reden ist wie zu Architektur tanzen – darum erst mal mitten hinein, anschauen und staunen:

So. Beeindruckt?

Dann kann ich ja noch was dazu sagen – denn im Sinne dieses Blogs wichtig zu betonen ist: Das ist ein Privatvideo. Sicherlich, ein Privatvideo mit einer hochbegabten Violinistin und von jemandem, der sich bei der Firma eine Red-Kamera ausleihen kann. Dennoch.
Mehr als viele andere Filme hier, mehr als vieles was ich selber je gemacht habe, ist dieses Video einer der Beweise dafür, dass es keinen, aber auch absolut keinen Grund gibt, warum nicht auch ein privater Film, NoBudget, genauso großartig aussehen kann wie eine Produktion mit echt viel Geld.

Aber es gibt auch nichts, was mich an diesem Video nicht beeindruckt hätte. Die Bilder sind atemberaubend gut eingefangen, die Stimmung des Spieles ist sehr gut getroffen und das Violinen-Arrangement der Lieder gehört mit zu den schönsten Interpretationen der Lieder, die ich überhaupt kenne. Kurzum: Ich bin begeistert!

Es gibt noch eine ganze Reihe weiterer Videos der Macher auf Youtube. Die erfüllen weniger den Nerd-Faktor, sind aber nicht weniger sehenswert; manche mehr aus filmischen Gründen, manche mehr von der Darbietung her.

Es gibt ja immer verschiedene Arten, an so etwas heranzugehen. Manche Leute, das höre ich immer mal wieder, sind auch direkt entmutigt, wenn sie Videos online sehen, in denen die Messlatte derart hochgelegt wird. Ich seh’s anders, ich nehme es immer als Grund zur Freude. Freude darüber, dass es heute grundsätzlich allen offen steht, wirklich beeindruckende Filme zu machen und auch direkt, völlig unkompliziert, mit vielen anderen zu teilen.
Wie diesen hier.

Viele Grüße,
Thomas

PS: Im Dezember gibt es dann auch wieder „Eifelareas gute Ratschläge“.

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Fremdtipp: Dragon Age Redemption

Hallo zusammen!

Zugegeben, wenn man als Hauptsponsor vor einem Film AMD erspäht, muss man sich schon fragen, inwiefern man den Begriff „No Budget“ noch guten Gewissens verwenden können sollte. Mehr noch: Wenn Hauptrolle und Drehbuch an Felicia Day gehen und Doug Jones – vermutlich am Besten bekannt als so quasi alles, was nur fast menschlich aussieht und in einem Film von Guillermo del Torro vorkommt (Abe Sapien in den Hellboy-Filmen, in letzterem auch der „Angel of Death“, sowohl der Pan als auch der „Pale Man“ in Pans Labyrinth, etc.) – ebenfalls mitspielt, umso mehr.
Dennoch wäre es nachlässig, hier nicht einmal auf Dragon Age: Redemption hinzuweisen.

Die Mini-Serie erscheint kostenlos bei Youtube und wurde wie gesagt von Felicia Day ersonnen, deren ganzer Karriere-Anfang ja in Form von The Guild auf einer Internet-Serie basiert. Nur ist The Guild ganz anderes Material als dieser Film hier.
Dragon Age: Redemption basiert auf der erfolgreichen Rollenspiel-Reihe von EA bzw. BioWare und erzählt die Geschichte der Elfe Tallis (Day), die losgeschickt wird, einen bösen Zauberer (Jones) zur Strecke zu bringen.

Interessant ist, dass die Serie dabei ganz unterschiedliche Qualitätsgrade aufweist. Schnitt und Choreographien, Farbbearbeitung und einige der Make-Up-Elemente wirken extrem gut, während ich anderes schon im LARP-Umfeld besser gesehen habe, insbesondere rund um das leidige Thema Elfenohren.
Die Effekte sind gut, die Ambitionen liegen unglaublich hoch, die Qualität der Dialoge hingegen zeigt sich in den ersten beiden Episoden als sehr wankelmütig. Dann wiederum ist zwar offenbar deutlich weniger Geld im Spiel gewesen als etwa bei der ebenfalls im Netz veröffentlichten Serie Mortal Kombat Legacy, aber dafür war dort die Dramaturgie so schlimm, dass ich die nicht mal bis zum Ende geschaut habe. Aber mit einem Regisseur, der schon bei „Leverage“ mitgearbeitet hat und einem Cinematographen, der von „Lost“ her kommt, sollte man ja meinen, hier etwas zu bekommen, was mindestens generischen Fanfilmen meilenweit voraus ist.
Nur ist es das meiner Meinung nach nicht. Nicht meilenweit jedenfalls. Und gerade das macht die Serie so unglaublich spannend.

Denn hier kann auch ein ambitionierter Eigenfilmer einmal schauen, was bei „den anderen“ gut funktioniert und was nicht, wo auch dort mangels echtem Budget getrickst werden musste und vor allem, was man davon selber auch verwenden könnte. Mal davon abgesehen, dass es eine kostenlose Fantasy-Serie ist und man da ja ohnehin keinen Grund hat, sich zu beschweren, denke ich.
Und darum wäre es, wie ich eingangs schrieb, nachlässig, nicht auf die Serie zu verweisen. Abschließend sei der Trailer gezeigt und – für den, der mehr will – nach dem abschließenden „Weiter“-Link dann auch die ersten beiden Episoden als Direktverweis.

Viele Grüße,
Thomas Weiterlesen

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Eifelareas gute Ratschläge 11: Film ist kein Theater

Hallo zusammen!

Oftmals kann man lesen, dass für den budgetlosen Filmemacher das Theater eine gute Quelle für geübte Schauspieler darstellt, die bereit sind für Ruhm und Ehre allein an einem Film mitzuwirken. Das hab ich selber auch schon mehrfach geschrieben, ob nun hier oder in Einfach Filme machen, doch einen wichtigen Zusatzhinweis vergessen eigentlich alle immer zu geben: Film ist kein Theater.

Schauen wir kurz, was ich meine: Selbst bei einer kleinen Bühne sitzt der Zuschauer in der ersten Reihe vermutlich mehrere Meter von der Szenerie und damit den Schauspielern entfernt. Mehr noch, das „Bild“ im Theater wird naturgemäß immer in der Totalen präsentiert. Klar, oder?
Das bedeutet, dass Zuschauer in der letzten Reihe sogar auch mal ein Dutzend oder mehr Meter von der Bühne entfernt sitzen. Und dennoch sollen ja auch diese eine Chance haben, in den Genuss dessen zu kommen, was sich auf den Brettern, die die Welt bedeuten, abspielt. Daraus sind im Bereich Theater gleich eine ganze Reihe Konventionen entstanden, die man aus seinem Film lieber heraushalten will.

Bühnen-Make-Up

Habt ihr schon mal die Chance gehabt, mit den Schauspielern zu sprechen, wenn die gerade von der Bühne kommen? Wenn ja, dann werdet ihr vermutlich gemerkt haben, dass Bühnen-Make-Up dazu neigt, die Farben im Gesicht von Vampira im Vergleich als subtil nuancierte Schatten einzustufen. Das dient – nach der Vorrede sollte es klar sein – dazu, auch im grellen Bühnenlicht bis in die letzte Reihe hinein akzentuierte Gesichtszüge aufbieten zu können.
Natürlich ist das nützlich, aber nicht, wenn eure Film-Kamera statt 5 Meter nur 50cm von dem Gesicht entfernt steht. Solltet ihr also mit Theaterleuten zusammenarbeiten und diese anbieten, sich auch selber zu schminken … fragt mal nach.

Mimik und Gestik

Im Grunde gilt hier das gleiche Argument – wenn der Theaterzuschauer in der letzten Reihe dem Schauspieler im Gesicht die Trauer ansehen soll, muss der – sieht man es von Nahem – eine ziemliche Fratze ziehen. Was dann im Film bestenfalls an die Stummfilme der frühen 20er Jahre erinnert. Und die sind zwar wertvoll und teilweise erstaunlich gut, aber nicht gerade in diesem Punkt.

Stimmmodulation

Stimmmodulation (nur echt mit den drei ‚m’) ist in diesem Kontext vor allem ein schlaues Wort für Lautstärke. Selbst wenn der böse Schurke in Shakespeare’schen Drama beiseite flüstert, macht er das ziemlich laut. Das ist, wenn man kein gutes Mikrofon hat, sogar beim Film gar nicht mal verkehrt – aber es klingt halt einfach anders, als ein „echtes“ Flüstern es tun würde.
Genauso kommt, je nach Gewohnheit der jeweiligen Theatergruppe, der geneigte Schauspieler mit seinem sorgfältig antrainierten, klassischen Sprechrhythmus daher. Der klingt gut und macht Texte tatsächlich sehr verständlich – wer in seinem Film aber eine höhere Realitätsnähe anstrebt als dies auf Bühnen gemeinhin geboten wird, der sollte auch darauf Acht geben. Es klingt sicherlich anfangs hervorragend, mag aber im Nachhinein nicht das sein, was gesucht war.

Dennoch bieten Theaterschauspieler natürlich diverse Vorteile. So sind sie oft gewohnt, ohne Unterbrechung sehr lange Textpassagen zu sprechen und können so wesentlich flexibler drehen als etwa völlige Laien, die alle zwei Sätze ihr Blatt brauchen um zu schauen, wie der Text noch mal ging – und bevor sich jemand angesprochen fühlt, mir geht es da ganz ähnlich. Als ich für den Heuler JB4 drei Sätze in Folge sagen sollte, haben Markus und Ralf ziemlich leiden müssen, bis wir das im Kasten hatten.
Ich weiß schon, warum ich hinter der Kamera stehe.
Aber, und das ist die Lektion für heute, man sollte sich die Unterschiede bewusst vor Augen führen und die Stärken nutzen, ohne sich dabei das Leben unnötig zu erschweren. Denn Film ist halt eben doch kein Theater.

Viele Grüße,
Thomas

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Von den Profis lernen: Die Unbestechlichen

Hallo zusammen!

Wir machen jetzt hier heute mal was Neues. Unter diesem Text befindet sich ein Screenshot aus „Die Unbestechlichen“, Alan J. Pakulas Polit-Thriller auf Basis des Watergate-Skandals von 1976 mit Robert Redford und Dustin Hoffman in den Hauptrollen.
Schaut euch den Screenshot mal an und überlegt euch, was daran bemerkenswert ist.
Danach klickt ihr dann unten auf „weiter“ und dann sag ich euch, warum ich den bemerkenswert finde.

All The President's Men © 1976 Warner Bros. Entertainment Inc. and Wildwood Enterprises Inc.

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