Eifelarea Film

Hinter den Kulissen deutscher NoBudget-Filmer

Archiv für die Kategorie ‘Postproduktion’

Das nächste, große Planungstreffen naht

Verfasst von Thomas Michalski am Juni 13, 2009

Hallo zusammen!

Derzeit ist es hier einmal mehr etwas zu still für meinen Geschmack, aber nach wie vor ist die Zeit leider etwas zu rar gesät derzeit. Damit man uns aber auch morgen noch kraftvoll zuschauen kann, werden wir uns diesen Sonntag mal wieder zu einer Planungsrunde treffen.
Da besprechen wir dann, unter anderem, die Zukunft unserer Heuler-Projekte. Aber keine Sorge, da ist keines auf der Kippe und es geht bei keinem um ein „Ob?“, sondern allenfalls um „Wann?“- und „Wie?“-Fragen. Wir wollen nach wie vor dieses Jahr die „Trilogie des Dr. Fu Man Chu“ in jedem Fall beginnen und im Idealfall auch bereits abschließen, was zumindest bei den ersten beiden Teilen sehr gut vorstellbar und realistisch ist. Über Teil 3 werden wir dagegen länger reden, damit da endlich mal wieder Fahrt aufkommen kann.
Gleiches gilt, in allen Facetten, auch für die „Texas Tom“-Reihe, die wir danach aufmachen wollen. Teil 1 liegt super auf Kurs und sollte binnen ein, zwei Tagen Drehaufwand zu vollenden zu sein. Texas Tom 2 hat bisher, außer einer Art fiktiven Trailer, nur eine fünf Sekunden lange Full-CGI-Sequenz. Aber das ist ja schon mal beeindruckend genug.

Wir werden dann irgendwann nach Sonntag, wie eh und je, die Ergebnisse das Planungsrunde hier zumindest kurz anreißen, damit jeder ahnen kann, worauf es hinausläuft.

Abseits dessen arbeiten wir, auf verschiedenen Ebenen, ja nach wie vor an Druckerzeugnissen zu Zweigen unseres Schaffens. Auf die werde ich ganz konkret im nächsten Posting noch einmal eingehen und auch da die aktuellen Stände übermitteln.

Für heute viele Grüße und noch einen schönen Tag,
Thomas

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TED Talks und ein alter Benjamin Button

Verfasst von Thomas Michalski am März 5, 2009

Morgen zusammen!

Vor geraumer Zeit stellte ich hier mal die TED Talks vor – Videomitschnitte von Reden ausgewählter Persönlichkeiten zu Ideen, die es im Sinne der Mache wert sind, geteilt zu werden.
Damals verwies ich auf JJ Abrams wirklich spannenden Beitrag zum Thema Mystery, heute habe ich was sehr aktuelles, ebenfalls spannendes bei den TEDs gefunden.

Ed Ulbrich, the digital-effects guru from Digital Domain, explains the Oscar-winning technology that allowed his team to digitally create the older versions of Brad Pitt’s face for „The Curious Case of Benjamin Button.“

Klingt spannend, oder? Den Vortrag gibt es unter folgendem Link als Stream oder MP4-Download, oder aber ihr nutzt einfach den nachfolgenden YouTube-Stream:

Gesehen habe ich es selbst noch nicht, aber es wäre auch die erste TED Talk, die ich nicht generell spannend finden würde.

In diesem Sinne einen schönen Morgen weiterhin,
Thomas

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Von Effekten und Non-Liniear-Edit-Software

Verfasst von Thomas Michalski am Dezember 10, 2008

Morgen zusammen!

Im Grunde spricht kaum etwas gegen die Verwendung einer NLE-Software, also etwa Final Cut oder Premiere, um Effekte zu arrangieren und zu montieren. Kaum etwas – aber ein Gegenargument gibt es, und das ist ein sehr zentrales Problem.

Anders als wirkliche Bearbeitungsprogramme wie „After Effects“ arbeiten eigentlich alle NLE-Systeme in Echtzeit. Das erfordert eine Menge Vorberechnung, damit angewendete Effekt-Pakete auch immer souverän abgespielt werden können und das wiederum bedarf einer gewissen Auslagerung. Auslagerungen brauchen Festplattenplatz und da ist ein unkomprimiertes Format natürlich ein Problem, da dort die Datenmengen wahrhaft explodieren würden.
Die meisten Programme legen ihre Zwischenstände als DV-Dateien ab, ein Format, von dem ich bereits zuvor erklärt habe, warum es in Sachen Kompression mit Vorsicht zu genießen ist (vgl. S. xx) und auf das ich gerade im kommenden Kapitel noch mal zu sprechen kommen werde.
Lädt man also sein Video als DV-Datei in das Programm, dann ist erst mal alles gut. Dann aber legt man den ersten Effekt darauf, es wird eine neue Vorschau angelegt, der DV-Kompressor jagt noch mal über die Datei und dann hat man „Echtzeit“. Folgen noch zwei weitere Effekte, dann folgen auch noch mal zwei Touren durch den DV-Kompressor.
Und exportiert man das Gesamtpaket dann nachher, dann geht es nicht nur durch den Kompressor, um eine Datei zu erzeugen, sondern verwendet dazu je nach Programm auch noch die bereits erstellen Vorschau-Dateien.

Man hat also mit einer möglichst brillanten DV-Datei sein Werk begonnen, doch nun zum Zeitpunkt des Exports ist diese Datei noch vier (4!) weitere Male zusammen gestaucht worden. Das hinterlässt immer Spuren.

So viel von unseren kurzen Tipps am Wegesrand, kommendes Mal wird es dann noch mal umfassender.

Bis dahin viele Grüße,
Thomas

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Der Mensch braucht kostenlose Software!

Verfasst von Thomas Michalski am November 25, 2008

Morgen zusammen!

Es gibt mittlerweile wirklich kein Feld mehr, für das es nicht auch Open-Source-Lösungen gibt. Kostenlose, von Leuten im Netz privat entwickelte und veröffentlichte, oft aber gar nicht so schlechte Software. OpenOffice, mit dem ich diesen Eintrag gerade schreibe, ist beispielsweise so ein Programm, dass mittlerweile durchaus als Software ernstzunehmen ist.

So gibt es auch beim Videoschnitt entsprechende Programme, beispielsweise die Programme Kino und PiTiVi, allerdings muss man zumindest zum Zeitpunkt der Drucklegung dieses Buches einfach festhalten, dass man seinen eigenen Anspruch eindeutigen Grenzen unterwirft, wenn man an diesem Ende spart und zu den für Linux verfügbaren Programmen greift.
Sowohl Windows als auch OS X liefern dagegen auch eine entsprechende Software mit. Während allerdings der Windows Movie Maker eine Geißel ist, mit der man allenfalls unter gigantischem Aufwand mittelprächtige Ergebnisse erzielen kann, kann iDVD zumindest für erste Gehversuche herangezogen werden.

Mit CinePaint gibt es auch eine OpenSource-Lösung für die Bearbeitung und Retusche bewegter Bilder, die sogar neben Linux auch OS X und Windows unterstützt. Wie allerdings auch bei den Schnittprogrammen muss man auch hier damit leben, dass die kommerziellen Systeme weit überlegen sind und man hier zwar einen Behelf, aber keine Lösung findet.

Das ist im Audio-Bereich mit Audacity anders. Das Programm ist unter der GNU-Lizenz kostenfrei erhältlich und läuft auf wirklich jedem Betriebssystem. Und anders als die vorgenannten, kostenfreien Programme hat es wirklich was auf dem Kasten. Abmischen, mehrere Spuren, gute Rauschfilter, insgesamt eine gute Auswahl an Filtern und eine die Abspielgeschwindigkeit nicht beeinflussende Möglichkeit, die Tonhöhe zu variieren sind nur einige der nennenswerten Features. Audacity ist keine Notlösung aus Verlegenheit, sondern eine echte Empfehlung.
Und es ist damit allemal besser als die bei den großen Betriebssystemen mitgelieferten Lösungen vom Audiorecorder bis GarageBand; letzteres hat zwar seine Stärken, ist aber für die Arbeit mit Filmton auch nur sehr bedingt von Nutzen.

Soviel nur als ganz grober Überblick, denn wirklich viel Erfahrung haben wir bei Eifelarea-Film mit den meisten heute genannten Programmen auch nicht. Aber es wäre eine Verfehlung, sie nicht zumindest mal erwähnt (und dafür kurz angetestet) zu haben.
Viele Grüße,
Thomas

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Der Mensch braucht mehr Software!

Verfasst von Thomas Michalski am November 20, 2008

Der Mensch braucht mehr Software!

Morgen zusammen!

Halten wir uns nicht lange auf, machen wir weiter mit der Software!

Audio-Programme
Der Ton ist ebenso von Bedeutung wie das Bild, das predige ich ja schon immer hier. Wie aber bearbeitet man den am Besten am Bildschirm? Zunächst mal, keine Frage, gibt es natürlich Software von Adobe und Apple, und diesmal kommen tatsächlich beide Firmen mit mehreren Lösungen daher.
Der bisheriger Kandidat von Adobe hieß Audition und war so etwas wie ein Stiefkind. Urvater des Programms war die Software Cool Edit, die Ende der 90er eine kleine Legende war und gut zugänglich, fair bepreist eine Menge an Funktionen darbot. Adobe haben die Forma eingekauft und bringen das Programm jetzt als Audition. Geblieben ist dabei leider mehr oder weniger die Bedienung, die einfach nicht dem gewohnten Standard entspricht. In diese Lücke springt aber neuerdings Sound Booth, ein unglaublich bequem zu bedienendes, mächtiges Instrument zur Tonbearbeitung, gerade auch mit vielen Funktionen, die einem beim Filmbearbeiten nutzen. Gerade unsere Kameramann und Fu Manchu-Cutter Ralf ist schwer davon angetan.
Apple kontern mit einer vergleichbar guten, nicht ganz so eingängigen Software namens Soundtrack Pro, einer schier unbezahlbar Midi-Verarbeitungssoftware namens Logic Pro sowie einer Sparversion davon namens Logic Express. Gerade Soundtrack kann da meine direkte Empfehlung tragen, ist mittlerweile aber leider nur noch in der sündhaft teuren Logic Studio-Edition zu haben.

Spezialprogramme
Und die vierte Kategorie wird dann etwas schwammig. Spezial- oder Spezialistenprogramme sind sehr eng auf bestimmte Sonderbereiche gestrickt und von daher schwer pauschal zu empfehlen. Wer Partikeleffekte möchte, fährt mir Particle Illusion etwa recht gut, wer 3D-Körper animieren will, der greift zu 3D Studio Max oder gar gleich Maya, aber so ganz pauschal ist da kaum etwas zu zu sagen.

Allen genannten Programmen ist vor allem eines gemein: Der immense Preise. Von daher wird der dritte und letzte Beitrag zur Software-Reihe kommendes Mal ist dann wiederum der, wo wir beim „kein Geld“-Ansatz wieder eintrefen: Kommendes Mal stelle ich dann eine Reihe von kostenlosen Lösungen für diese Bereiche vor.
Viele Grüße,
Thomas

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Was für Software braucht der Mensch?

Verfasst von Thomas Michalski am November 15, 2008

Morgen zusammen!
Wer einen Film bearbeitet, braucht eine ganz Reihe unterschiedlicher Programme. Damit meine ich nicht mal die ebenfalls für den Film nutzbaren Programme wie Word oder Photoshop, sondern ganz konkret der Produktion dienliche Produkte.
Insgesamt kann man diese Auswahl in vier Arten von Programmen unterteilen, die wir uns einfach mal heute und bei den beiden kommenden Updates beschauen wollen:

NLE
NLE ist fachschlau für „Non Linear Editing“ und meint genau das – Programme für den nonlinearen Filmschnitt. Nonlinear, das heißt hier, dass man nicht von der ersten bis zur letzten Einstellung Bild für Bild aneinander ansetzen muss, wie es einst mit Schere, Kleber und Filmstreifen der Fall war, sondern dass man eben am Rechner über digitale Systeme Ton und Bild, auch unabhängig voneinander, in der Regel entlang von Zeitachsen verschieben kann.
Die beiden Platzhirsche auf dem Gebiet kommen von Adobe (Premiere Pro) und Apple (Final Cut Pro), welchem man aber den Vorzug gibt, ist Geschmackssache. Beide Programme sind die den aktuellen Fassungen ausnehmend gut, bedienen sich auch sehr ähnlich. Beide haben sie ihre Krankheiten, aber man hat gewissermaßen die Wahl, welche Krankheiten man möchte.
Wer Windows nutzt, kann nur auch Premiere zurückgreifen, Final Cut läuft nur auf Macs. Wer dagegen einen Rechner mit weißem Apfel besitzt, der hat eventuell die Wahl, denn Premiere ist in Versionen für Mac und PC zu haben – die Mac-Version läuft allerdings nicht auf PPC-, sondern nur auf Intel-Geräten.

Bildbearbeitung
Es gibt mittlerweile eine Reine von Programmen, die sich auf Spezialeffekte und Bildretusche spezialisiert haben. Wie auch schon bei den NLEs gibt es auch hier Spitzenprogramme von Adobe und Apple. Adobes Lösung, After Effects, ist ein wunderbares Programm, für das ich nur Lob übrig habe. Es ist schnell, effektiv, eingängig, gut mit anderen Adobe-Programmen vernetzt und sehr, sehr machtvoll in seinen Möglichkeiten. Versionen für Windows und Mac gibt es gleichermaßen ohne Einschränkung.
Apples Lösungen laufen naturgemäß nur auf ihren Hausrechnern und sind zwei an der Zahl: Shake und Motion. Die Programme sind ebenfalls gut, konnten mich allerdings niemals so sehr begeistern wie After Effects. Für die Zukunft planen die kalifornischen Bastler an einem neuen Programm namens Phenomenon, zu dem man aber noch nichts sagen kann.
Von Autodesk kommt als dritter Bewerber zudem Combustion, dem man aber anmerkt, dass die Programme der Firma normalerweise für den hoch professionellen Bereich sind. Combustion kann ebenfalls eine Menge, ist aber meiner persönlichen Meinung nach in etwa so ergonomisch wie zwei linke Schuhe.
Kommendes Mal geht es dann weiter!
Viele Grüße,
Thomas

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Vom Ende der großen Schnittsysteme

Verfasst von Thomas Michalski am November 10, 2008

Morgen zusammen!

Nun ja, der Titel heute ist etwas reißerisch. Natürlich werden bei Multi-Millionen-Dollar-Filmen auch nach wie vor riesige Schnittanlagen zur Anwendung kommen, natürlich laufen gerade Spezialeffekt-reiche Filme durch diverse Anlagen, damit sie auf der Kinoleinwand mittlerweile eben den erwarteten Fotorealismus aufweisen können, aber zumindest eines ist passé: die Notwendigkeit dazu.

Rechts von mir unter dem Fernseher liegt etwa noch die DVD vom Director’s Cut von „Zodiac“. Sehenwerter Film und schöne Auflage, aber für uns vor allem wegen einer Sache interessant: David Fincher hat den Film auf einem (zugegebenermaßen hochgerüsteten) Mac Pro geschnitten. Mit mehr oder weniger exakt der gleichen Software, die man ganz legal im Laden kaufen kann.
Und selbst derartige High End-Geräte sind keine Notwendigkeit. Kevin Smith erzählt etwa im Making Of von „Clerks 2″, dass er den Rohschnitt des Films in den Nächten zwischen den Drehs auf seinem PowerBook angefertigt hat.
Das geht. Selbst bei Profis.
Warum also im NoBudget-Kreis einem Avid nachschmachten?

Fragen wir mal anders herum – worauf haben wir „Xoro“ geschnitten?
Der komplette Schnitt des Films, inklusive Grading und visueller Effekte, wurde auf einem alten Pentium III mit einem 1 Ghz-Prozessor und gerade mal 256 MB RAM angefertigt. Einzig die DVD wurde, nicht zuletzt weil ich einfach einen neuen Rechner hatte, auf einem iMac G5 mit gleicher RAM-Zahl zusammengefügt. Das ist dann auch der gleiche Rechner, den ich bis zuletzt für „Verfluchte Eifel“ verwendet habe und auf dem derzeit die Spezialeffekte für den drittel Teil unserer Fu Ma Chu-Trilogie entstehen.
Dazu kommt dann eigentlich nur noch mein altes iBook G4, das wir für diverse „Ich zeig dir mal, wie weit wir sind“-Arbeitsschritte verwendet haben.

Man sieht also, da ist wirklich keine High-End-Technik nötig – wenn sie natürlich auch schön zu haben ist. Was man allerdings braucht, das ist Festplattenplatz. „Xoro“ fing an auf einer internen 70 GB-Platte, hatte die aber binnen weniger Monate voll. Er erweiterte sich dann auf eine externe 250 GB-Festplatte und, als diese auch voll war, eine weitere 300 GB-Platte.
Für „Verfluchte Eifel“ kamen dann noch mal 500 GB dazu, die nach der Auf-Eis-Legung des Erstgenannten eben auch den Effekten des „Dr. Fu Man Chu“ eine Heimat bietet. Alles in allem eine ganze Menge Platz; insgesamt mittlerweile über ein Terrabyte.

Die gute Nachricht dabei ist aber, dass Festplatten mittlerweile auch nichts mehr kosten. 250 bis 300 GB sind bereits locker für unter 100 Euro zu haben – weniger als ein Drittel, als ich für die erste derartige Platte bei Xoro bezahlt habe.
Bei uns hat sich die Verwendung externer Festplatten (Firewire oder USB2, keinerfalls USB1, das ist zu langsam für Echtzeit-Arbeiten) bezahlt gemacht, da man so auch mal leichter andernorts an dem Film arbeiten kann. Sei es, dass man sich was mit in den Urlaub mitnehmen will, dass man einfach bei jemand anderem an der Schnittfassung arbeiten will oder aber, wie etwa bei uns, dass das Dubbing nicht im Schnittraum erfolgt.

Somit braucht man also, in der Kurzfassung, einen Prozessor beliebiger Leistung mit einer beliebigen Menge RAM – es gibt im Handel heute nichts mehr, was nicht prinzipiell ausreichen würde – und möglichst viel Festplattenplatz.
Klingt machbar, oder?

Und dann braucht man natürlich noch die Software.
Aber darauf kommen wir dann das nächste Mal wieder zu sprechen.
Viele Grüße bis dahin,
Thomas

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Eifelarea Education – Xoro an die Uni

Verfasst von Thomas Michalski am Juli 13, 2008

Einen wundervollen guten Morgen!

Heute mal etwas ganz selbstloses:
Da wir wissen, wie schwer es ist, an vielen Universitäten allgemeine Film-Seminare zu finden, wollen wir ab jetzt eine Hilfe darstellen. Wir sind keine berühmten Filmemacher, wir sind auch keine namhaften Gestalten, aber wir bringen Praxis und vor allem Nähe zum budgetlosen Film mit.
Wir werden daher immer mal verschiedene Angebote in die Welt setzen, um es Instituten leichter zu machen, das Medium Film auch mal aktiv wie passiv in den Unterricht einzubauen.
Neben Vorträgen wollen wir dabei vor allem auch einfach Material bieten, weshalb ich hiermit im Detail nenne, was wir das letzte Mal schon gestreift haben:

Xoro: the Eifelarean – Sonderedition Bildung & Uni
Unser kurzer NoBudget-Film „Xoro: the Eifelarean“ von 35 Minuten Spieldauer in englischer Sprache und das umfangreiche und detaillierte „The Making of Xoro“ mit ca. einer Stunde Spieldauer auf Deutsch gibt es ab sofort in einer gesonderten Edition für den Lehrbetrieb bei uns auf DVD.
Wenn ihr im Namen eines Institutes, eines Lehrstuhls, einer Bibliothek, einer Schule oder einer ähnlichen Institution arbeitet, meldet euch doch einfach mal per Mail unter thomas.michalski@gmx.net und gebt uns Bescheid. Denn: Die „Sonderedition Bildung & Uni“ ist kostenlos!
Schreibt kurz in wessen Namen ihr Euch meldet und wie man Euch da offiziell erreichen kann, dann regeln wir das und wir sehen zu, dass die DVD möglichst ihren Weg zur Post nimmt.

Da wir die Sonderedition „on demand“ produzieren kann das auch mal einige Tage dauern, aber dafür ist es umsonst.

Kommendes Update geht es dann wiederum zurück in die Filmtheorie und wir beschauen uns einen der bedeutsamsten Teile des großen Fundus der ersten Eindrücke: Den Credits.

Viele Grüße,
Thomas

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Viele Fronten, nicht alles gut, aber viel!

Verfasst von Thomas Michalski am Juli 8, 2008

Moin zusammen!

Nachdem wir das letzte Mal ein wenig Werbung in eigener Sache gemacht haben, heute noch mal die übliche Runde aus der fröhlichen Kategorie „Eifelarea Update“!

Xoro: The Single Disc Edition
Seit vergangener Woche ist sie de facto fertig: Die Einzeldisc-Ausgabe des Barbaren.
Darauf enthalten sind, auf einer einzelnen DVD-5, der Hauptfilm mit seinen gewohnten 35 Minuten, sowie das eigentliche Making Of in sechs Teilen, die zusammen eine gute Stunde Laufzeit aufbringen.
Im Gegensatz zur ebenso limitierten wie vergriffenen 2-Disc-Ausgabe fehlen die ganzen kürzeren Einzelfeaturetten, aber dafür passt es eben auf einen Silberling.

Xoro: Sonderedition Bildung & Uni
Darauf kommen wir kommendes Mal noch zu sprechen, aber in der Kurzfassung: Ihr seid eine Uni, arbeitet an einer, arbeitet in einer Bibliothek oder so was in der Art? Meldet euch bei uns und wir schauen, was möglich ist. Die Sonderedition ist jedenfalls ebenso wie die Single Disc quasi produktionsreif.
Aber mehr Details dazu dann kommendes Mal.

Xoro: Online Edition
Der Film soll immer noch kostenfrei ins Internet, hier ist die Sachlage aber unverändert. Das kommt noch, mit als Nächstes, jetzt wo die Single Disc, die Edu-Ausgabe und der Soundtrack (s.u.) fertig sind, werden die Ressourcen langsam dahin wandern.

Xoro: The Original Soundtrack
Auf vielfache Nachfrage gibt es jetzt auch den: Den Xoro-Soundtrack.
Sarah Steffens hat uns einen wunderbaren Score für den Film geschraubt, als alle Hoffnung vergebens schien – die Lieder aus dem Film nun gesammelt und um einige unveröffentlichte Entwürfe ergänzt ergeben 35 Minuten Soundtrack.
Über den Preis müssen wir, wie übrigens auch bei der Single Disc, mal noch einmal intern Klausur halten, aber teuer wird es vermutlich nicht. Das Design, soweit mein Anteil neben kleineren Abmisch-Arbeiten, ist bereits fertig.

Verfluchte Eifel
Die schweren Worte zum Schluss: Wir wissen derzeit nicht, wie die Lage ist.
Ralfs Änderungsidee ist nach wie vor gut und umsetzbar, wir aber leider auch derzeit viel zu ausgelastet. Gerade Regisseur Matthias schuftet teils bis zu 14 Stunden pro Tag in seiner Firma, so dass sich an der VE-Front derzeit eigentlich nichts tut.
Das gefällt uns allen nicht, aber da geht derzeit leider nichts anderes.

Das ist derzeit so die Übersicht. Bei „Xoro“ ist nach wie vor alles rosig, die „Verfluchte Eifel“ macht dagegen ihrem Namen alle Ehre.
Schauen wir mal, wohin uns das führen wird.

Viele Grüße für heute,
Thomas

PS: Falls getreue RSS-Leser diesen Artikel schon die Tage bekommen haben, obwohl er offiziell erst heute ins Netz gehen, so ging es ihnen wie mir.
Woran es lag weiß ich nicht, aber hat ja auch nicht weh getan…

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hAOV, ein unbekanntes Wesen

Verfasst von Thomas Michalski am März 1, 2008

Morgen auch, liebe Leserschaft :-)

So, dann atmet noch mal gut und tief durch, denn heute wird es ziemlich technisch; wir sprechen über den hAOV.
Fangen wir vorne an: hAOV ist ein fieses Akronym und steht für „horizontal angle of view“, ergo „horizontalen Aufnahmewinkel“. Euer Kamerabild wird durch eine Linse aufgenommen, die ihrerseits wiederum ein bestimmtes Gesichtsfeld abdeckt; eigentlich ähnlich, wie es auch das Auge tut. Dieses Feld ist naturgemäßg mit einem Winkel zu beschreiben und dieser ist, was oft unterschätzt wird, sehr wichtig.
Wer später im Computer digitale Effekt erzeugt, generiert seine CG-Bilder ebenfalls durch eine Linse hindurch. Verwendet man dort nun einen anderen AOV, wirkt das einkopierte Bild verzerrt und passt nicht wirklich zu der eigentlichen Aufnahme, da die Brechung eine andere war.

Zwar kann man in jedem halbwegs gebräuchlichen 3D-Programm den hAOV der virtuellen Linse einstellen – aber wo liegt der Wert der eigenen Kamera?
Wenige Handbücher gehen wirklich darauf ein, aber es gibt durchaus einen Trick und eine Formel, wie man an den Wert kommen kann.

Schauen wir uns das einmal an:
Wir brauchen: die Kamera, einen Kontrollmonitor, ein Objekt mit einer messbaren Länge (Sofa, Bett, Tisch, Auto etc.) und einen Taschenrechner.
Zunächst einmal messen wir das Objekt und notieren die Länge möglichst genau.
Danach richten wir die Kamera auf dieses Objekt aus, so dass es mit seiner Länge exakt den Bildbereich der Kamera ausfüllt. Hier kommt der Kontrollmonitor ins Spiel, denn dies sollte auf einem Display kontrolliert werden, das zu den Rändern hin keinen Bildbereich verschluckt. Röhrenmonitore und -fernseher fallen da also schon einmal flach, der Sucher der Kamera aber leider auch zu oft.
Wichtig ist hier auch, dass der Zoom exakt so eingestellt ist, wie er nachher für den CG-Shot auch sein wird, denn eine Veränderung der Brennweite führt auch zu einer Veränderung des hAOV. Zoom und Effektarbeit sind von daher zwei sehr problematische Themenfelder…
Hat man die Kamera ausgerichtet, wird die Entfernung von ihr zum Objekt gemessen. Dabei sollte möglichst vom Knotenpunkt der Linse aus gemessen werden, aber das ist jetzt auch keine Milimeterarbeit.

Wir haben nun also zwei Werte: Objektlänge und Entfernung. Fangen wir an zu rechnen.
Wir halbieren die Länge und teilen diese durch die Entfernung zum Objekt. Danach bestimmen wir den Arkustangens im Bogenmaß des zuvor ermittelten Wertes (auf wissenschaftlichen Rechnern ist das normalerweise die mit ArcTan, die ATAN oder Tan¯¹ betitelte Funktion) und multiplizieren diesen wiederum mit 2.
Als Formel liest sich das dann wie folgt, wenn wir die Objektlänge mit X und die Entfernung mit Y beziffern:
hAOV=(ATAN((X/2)/Y))*2

Sieht für den einen oder anderen vermutlich sehr gruselig aus, aber man muss es ja nicht verstehen, nur anwenden, zumindest für unsere Zwecke. Das Ergebnis in Grad beschreibt nämlich exakt den horizontalen Aufnahmewinkel der Kamera mit der Einstellung, die beim Test vorlag.
Den kann man sich nun notieren und ggf. in der Postproduktion beim erstellen Dreidimensionaler Effekte zu Rate ziehen. Wir werden darauf zurückkommen.

Kommendes Mal folgen dann ein paar Gedanken zu einem ganz anderen Themenfeld, das aber eigentlich sogar noch wichtiger ist: Wir sprechen über Stunts und Filmsicherheit.

Viele Grüße,
Thomas

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