Der große Zwischenstandsbericht – Mai 2015

Hallo zusammen!

Ich dachte mir, nachdem ich am Wochenende auf der RPC schon mit einigen Leuten reden konnte und in sozialen Medien ein wenig herumgeteasert habe – nebenbei, Eifelarea ist bei Facebook, ich bin bei Twitter –, ist es heute an der Zeit, euch mal einen aktuellen Rundumschlag aller Projekte zu geben.
Bei allem, was nun folgt, vergesst bitte nicht, dass das alles Wochenend- und Feierabend-Projekte sind, dementsprechend sind alle Zeitangaben – um es mit einem sehr unterschätzten Film zu sagen – Absichtserklärungen, damit keine Missverständnisse entstehen.

Title Card webDie Großbaustelle Hilde macht weiter Fortschritte. Wie ihr vielleicht wisst, ist das Bild zu 99% abgeschlossen, es bleibt alleine die Tonbearbeitung über. Die Zusammenstellung geeigneter Audio-Effekte („Foley“, ein kommendes Video-Blog zu Hilde wird das noch erläutern, denke ich) ist nahezu fertig, der Film auch soweit für die Nachvertonung vorbereitet. Was nun fehlt sind die neu eingesprochenen Dialoge – das wird ein Sack Arbeit, da will ich keinem was vormachen – und der Soundtrack. Der ist auch bereits gut fortgeschritten und irgendwann in den kommenden Wochen fahre ich zu Sarah, um reinzuhören, mitzunehmen, anzuregen.
Die letzten Arbeitsschritte waren alles so Fälle für stille Kämmerlein, aber das, was jetzt kommt, sollte auch wieder besser vervlogbar sein.
Aber mit einem absehbaren Ende ist es Zeit, über die Zukunft nachzudenken. Und die Zukunft hat im großen Maßstab gesehen einen Namen:

Xoro 2 Web

Wir haben Ende letzten Jahres beschlossen, dass wir den Film wirklich machen wollen. Wir, das heißt zunächst die Hinter-den-Kulissen-Crew von Hilde (also mit mir als Regie/Autor, mit Ralf als DP und mit Tom als eifrigem Helfer an allen Fronten), sowie Néomi ein drittes Mal als Hilde und – das war die Frage, an der es immer hing – Michael, der erneut in die Rolle des titelgebenden Barbaren schlüpfen wird.
Ein erstes Treament für Xoro 2: Die Maske des Xoro ist letzte Woche an Christi Himmelfahrt an alle genannten Personen sowie an meinen Praktische-Effekte-Experten Gérard raus und wir werden berichten, wie es von dort aus weitergeht.
Eines aber direkt vorweg: Die Vorproduktion beginnt quasi derzeit, aber der eigentliche Projektbeginn wird 2016 sein – Hilde geht vor. Außerdem ist technisch noch einiges zu testen. Und das führt uns zu:

Title Card web

Ich will euch nicht viel dazu verraten, es ist eher eine jecke Idee und wird nur ein kurzer Film, aber das definitiv von Arthur Haileys tollem „Airport“ inspirierte Projekt ist wie gesagt vor allem auch ein technischer Testballon. Xoro 2 wird der erste „richtige“ Film von uns in HD, das heißt die Arbeit mit (ggf. mehreren) DSLRs wird zu testen sein. Ich persönlich bin recht heiß darauf, den Film wahlweise in Technicolor Cinestyle oder zumindest ProLost Flat zu drehen und den Rest an Farben in der Post zu regeln, aber das probieren wir ja beispielsweise besser mal aus. Und ich möchte gerne der Arbeit mit Set-Ton eine zweite Chance geben. Bei Verluchte Eifel waren wir weniger erfolgreich damit, aber Tonangel nebst Mischpult war auch jenseits unserer Skala. Moderne Handrekorder dagegen? Durchaus reizvoll.
Begleitend zu Carport kommt dann auch in meinem Youtube-Kanal The Making Of Carport, was anders als die Hilde-Videos weniger ein reines Projektupdate und mehr tatsächlich ein informatives Video mit konkreten Inhalten sein soll. Beide Projekte, Film und Making Of, zielen auf 2015.
Aber wo wir das Thema lehrreicher Videos gerade streifen:

EFM Logo

Wie ihr wisst, bearbeite ich dieses Jahr mein Buch Einfach Filme machen neu. Das wird ein umfangreicheres Projekt als Anfangs gedacht, aber dafür glaube ich auch, am Ende ein wirklich gutes Buch zu haben. Die Erstauflage gefällt mir noch immer, aber die Neuauflage kann die Messlatte noch ein arges Stück höher legen.
Wie ihr auch wisst, werde ich neue Abschnitte für das Buch wie schon damals, als die Erstauflage entstanden ist, in kürzerer Rohform auch hier im Blog veröffentlichen. Dann hat jeder was davon und falls ich irgendwo mal kapitalen Unfug schreibe, fällt es vielleicht sogar schon jemandem auf, bevor ich die Korrekturphase einläute.
Aber ich lege noch einen drauf. Ich werde diesen Sommer eine Reihe kurzer Videos produzieren, in denen Grundbegriffe des Films oder Grundlagen der Filmproduktion umrissen werden. Quasi als Video-Kompagnon zum Buch. Vieles ist als Video nicht sinnvoll, gerade der Ideenfindungs- und Schreibprozess, Umgang mit der Crew, all das ist in Textform meiner Meinung nach sinnvoller aufgehoben. Aber die wirklichen Filmelemente, Einstellungsgrößen etwa, Kamera-Bewegungsarten, all so etwas begleitend auch als Video zu demonstrieren scheint mir ein guter Gedanke.
Wie gesagt, kurze Videos, demonstrierende Bilder mit erklärendem Voice-Over vermute ich; und monatlich, denke ich. Es kommt ein wenig drauf an, wann wir mal einen Tag finden, da erste Teile abzufilmen, aber irgendwie Sommer/Spätsommer ist denkbar. Viel auf einmal zu drehen und so zu planen, dass ich es dann gut nebenher abarbeiten kann, sollte auch eine gewisse Stringenz in der Veröffentlichung ermöglichen.

Das ist so grob der Plan.
Klingt gut, oder?

Viele Grüße,
Thomas

PS: Es gibt noch allerlei Klein-Themen, die ich jetzt nicht angeschnitten habe (Xoro wird auch irgendwann demnächst mal auf Youtube erscheinen, Verfluchte Eifel kriegt eine überarbeitete Buchauflage, meine Video-Reihe Easy Props und die Frage, ob wir die Film-Experimente, die etwa parallel zu Xoro entstanden sind nicht auch mal zeigen können, so als Beispiel), aber das oben sind die Schwergewichte und auch das, wo schlicht der Fokus liegen wird.

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Ohne große Worte: Hildes Nachvertonung hat begonnen

Hallo zusammen!

Es bedarf wirklich keiner großen Worte – die Vorbereitung der Nachvertonung der textreichen Hauptrollen ist noch nicht ganz abgeschlossen, aber ein erster Schritt wurde heute getan:

Erstes Hilde-DubbingIhr wisst ja: Was lange währt, wird endlich gut!

Viele Grüße,
Thomas

 

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Einmal Software, zweimal Fremdtipp

Hallo zusammen!

Während die Zeit näher rückt, in der hier auch mal wieder „Content“ geboten sein wird, heute ein kleiner Sack voll Tipps. Zunächst einmal in Sachen Software: Nuke ist eines der Programme, wenn es um Effektarbeit beim Film geht. Es ist ein professionelles Programm und die Lernkurve ist entsprechend steil, aber es ist zugleich auch ungeheuer wirkungsvoll – und das Beste? Es ist nun kostenlos!
Na ja, nicht ganz. Aber es gibt eine nonkommerzielle Lizenz. Der Gedanke ist, dass man es einerseits halt für nonkommerzielle, private Projekte nutzen kann, und andererseits, dass man es sich so beibringen kann, um die eigene Fertigkeitsliste um einen Industriestandard zu erweitern, an den man halt nur schwerlich kommt, wenn man nicht gerade im Bereich Medien studiert.
Nuke ist, anders als etwa das verwandte After Effects, ein nicht auf Ebenen, sondern auf „Knoten“, sog. nodes, basiertes Stück Software. Dazu werde ich hier denke ich im Laufe der kommenden Monate eh mal was zu schreiben haben, aber … nicht heute.
Für heute sei euch einfach dieser Link hier empfohlen, falls ihr Ambitionen habt, euch das Programm mal anzuschauen.

So, damit genug der „Arbeit“, hier noch zweimal Vergnügen.
Fangen wir mit dem bisher weniger beachteten an:
Celles et Ceux des Cimes et Cieux ist ein Uni-Abschluss-Projekt, tief erfüllt vom Geiste des Studio Ghiblis und anderer großer Künstler. Es geht 2:40 und ist ab-so-lut phantastisch.

Geschaffen wurde der Film von Gwenn Germain. Irre gut.
Aber wer mich kennt, der weiß, dass es spätestens bei den visuellen Referenzen an Nausicäa aus dem Tal der Winde um mich geschehen sein musste.

Der andere Hinweis wurde schon durch so viele Blogs und Netzwerke getragen, dass ich ihn eher pro forma sehe, aber vielleicht kennt den jemand ja noch nicht:
TIE Fighter ist ein Star-Wars-Fanfilm, jedoch ebenfalls ein animierter. Mehr noch: Ebenfalls ein Zeichentrickfilm; in diesem Falle inspiriert von den Animes der 80er Jahre. Wer diese kennt, wird den Stil sofort wiedererkennen. Perfekt getroffen und brillant umgesetzt – von einer einzelnen Person. Der Brite Paul Johnson hat vier Jahre lang seine Wochenenden in diese sieben Minuten Kurzfilm investiert.

Ich will ehrlich sein – meinen persönlichen Geschmack trifft dieser Film nicht ganz. Ich kann nicht genau sagen, woran es liegt, aber obschon er eigentlich alles richtig macht, packt er mich nicht, weder emotional noch sozusagen mit dem Star-Wars-Nerv. Handwerklich aber ist er großartig und für viele scheint er hervorragend zu funktionieren, da teile ich den natürlich auch nur zu gerne!

Viele Grüße,
Thomas

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Fremdtipp: The Owling – der erste Trailer

Hallo zusammen!

Michael Mingers zurück auf dem Bildschirm: Als Sheriff Wesley Westen in "The Owling"

Michael Mingers zurück auf dem Bildschirm:
Als Sheriff Wesley Westen in “The Owling”

Auf der Heinzcon hat das sympathische Team von Orkenspalter TV einen Found-Footage-Horrorfilm gedreht – The Owling. Und was der Titel schon suggeriert, ist bittere Wahrheit: Es geht um Eulen. Offenbar gefährliche, gar blutrünstige, gefährliche Eulen. Aber eigentlich geht es auch um Unfug, wage ich zu behaupten, wenn der Trailer denn irgendein Indikator ist.
Neben allerlei Rollenspielszenen-Urgesteinen wie Thomas Römer und natürlich Orkenspalter-Frontfrau Mháire Stritter bietet The Owling aber noch einen nennenswerten Star: Michael Mingers, seines Zeichens unser Xoro, gibt in dem Film Wesley Westen, den Sheriff von Norden-Norddeich.

Ein Orkenspalter-Projekt, dann ist Mhaire Stritter freilich mit dabei

Ein Orkenspalter-Projekt,
dann ist Mháire Stritter freilich mit dabei

Jaaaa, natürlich ist das Trash. Gar keine Frage. Aber genau dort haben wir ja auch unsere Wurzeln. Und wenn die immerhin fünf Minuten des Trailers irgendein Indikator sind, dann wird es unterhaltsamer Trash, der tatsächlich nicht nur für jene lustig ist, die in Norden-Norddeich schon dabei waren.
Ich freu mich drauf – und werde ihn, selbstredend vollkommen objektiv, auch in einem kommenden DORPCast „rezensieren“, wenn er dann mal raus ist.
Für heute entlasse ich euch aber mit dem Trailer und der üblichen Verheißung nahender Hilde-Neuigkeiten!

Viele Grüße,
Thomas

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12 Jahre Xoro: Ein paar Worte und entfernte Szenen

Hallo zusammen!

12 Jahre. 12 Jahre ist es her, dass wir uns vor unsere Freunde setzten, ihnen einen kurzen Ultra-Mini-Teaser vorführten und ihnen erklärten, wir würden einen Barbarenfilm drehen und sie einladen, mitzumachen.
12 Jahre ist es her, dass sie alle begeistert zugestimmt haben.

In diesem Jahr nun naht Hilde und die Glocken der Amazonen seiner Vollendung, aber auch dieser Film ruht natürlich auf den breiten Schultern von Xoro: the Eifelarean. Vor zwei Jahren haben wir eine ganze Reihe von Videos zum Film veröffentlicht, Ende letzten Jahres haben wir das alte Making-Of des Films, wie es auf der DVD und einst auf Viddler zu sehen war, neu ins Netz gestellt.
Und auch dieses Jahr haben wir etwas gefunden: Die Deleted Scenes von Xoro.

Die sind allerdings, das muss man schon sagen, eher kryptisch und vom Bild her teils eher schmerzhaft – es gibt wirklich gute Gründe, warum die nicht im Film sind. Aber wie sagt man? Nur die Harten komm’ in’ Garten …
Xoro-Regisseur Matthias war jedoch bereit, sich zusammen mit mir vor die Kamera zu setzen und sich – ich glaube erstmals seit der Premiere des Films 2007 – zu dem zu äußern, was wir da sehen.
Das Video selbst ist eine der technisch wohl krückigsten Aufnahmen seit langem bei uns geworden; wir hatten ein Aufnahmeversagen der Hauptkamera beim ersten Durchlauf, mussten daher umstellen, und hatten daher dann am Ende fast kein Licht mehr, konnten aber auch schlecht ausleuchten, ohne dass der Anfang gar nicht mehr gepasst hätte … ach, ihr seht es ja selbst.
Ich denke, in gewisser Weise passt das ja aber auch hervorragend zu Xoro.
In diesem Sinne:

Ich melde mich hoffentlich dann bald mit neuer Kunde in Sachen Hilde bei euch.
Und ab April wird es hier im Blog auch endlich wieder Filmemacher-Beiträge geben, Tipps, Tutorials. Wie früher.
2014 war ein gutes Jahr für Eifelarea Film – schauen wir, dass 2015 es noch toppen kann!

Viele Grüße,
Thomas

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