Warum spricht Xoro Englisch? Einige Gedanken zum Thema Sprache

Tag auch!
Wir wurden hier und da immer mal wieder gefragt, warum Xoro eigentlich auf Englisch gedreht wurde. Keiner von uns ist Muttersprachler und ich fürchte, das Englisch von dem einen oder anderen ist auch schon eher gruselig zu nennen.
Warum also auf Englisch?

Die Antwort ist einfach: Weil der Film-Conan auch einfach nicht der Gleiche wäre, wenn Arnold Schwarzenegger den nicht mit seinem urtümlichen Akzent gesprochen hätte. Von Ralf Möller mal ganz zu schweigen.
In den Conan-Filmen definiert sich ganz viel über die Sprache. Sei es eben der Hauptbarbar, oder etwa auch Subotai, sein Begleiter im ersten Teil, der „fremdländisch“ klingt. Und natürlich die eindrucksvolle Darstellung des Schurken durch James Earl Jones und Makos schmetternde Monologe – Conan wäre ohne all das nicht halb so gut.

Dem wollten wir eben Rechnung zollen. Michael Mingers donnert fast unglaublich los, wenn er Xoro spricht – da ist keine Nachbearbeitung dran, und doch klingt er in echt so ganz anders. Unser Sidekick klingt quengelig, unser Schurke spricht schlimmstes Pseudo-„Shakespearean“ (das mit den vielen „thous“ und „thees“, Reimen und so), der Ninja, also ich, imitiert einen japanischen Akzent und Hilde, unsere Amazone … ist eine ganz besondere Figur in diesem Kontext.
Naja, und für Pro- und Epilog haben wir uns mit Christian von Aster sogar jemanden mit Rang und Namen an Bord geholt; doch gerade deshalb werde ich dazu ein anderes Mal in einem eigenen Eintrag was erzählen…

Und das Beste hierdran: Es ist nicht einmal schlimm, dass viele von uns so starke Akzente haben. Die Blüte des Barbarenfilms post Conan liegt eh in Italien und was die da als Englisch sprechen … herrje…

Ein netter Nebeneffekt ist natürlich auch ein breiteres Publikum, aber tendentiell werden wir bei ernsten Projekten wohl in Zukunft vermehrt auf unsere Muttersprache Deutsch setzen. Die können wir wenigstens einigermaßen … wenn man auch den Eifler heraushört…

Das war nun heute kurz und schmerzlos – kommenden Eintrag wartet dann jedoch auch eine der Fragen auf uns, die so alt ist wie Hollywood selbst – was zum Geier macht eigentlich ein Produzent?

Grüße,
Thomas

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