Was macht eigentlich … ein Regieassistent? Und was nicht?

Morgen auch!
Generell kann man sagen, dass der Regieassistent nun mal dem Regisseur als unterstützende Kraft zur Seite steht. In der Vorproduktion etwa kümmert sich der Regieassistent um das sogenannte Vorstoppen des Drehbuchs, also die geschätzte Längenbestimmung der Szenen.
Dazu koordiniert er die Erstellung des s.g. technischen Drehbuchs und ist dabei, wenn Drehorte vom Regisseur besichtigt oder Rollen besetzt werden. Mit dem Drehplan im Hinterkopf ist er auch Teil der Truppe, die die finalen Storyboards anfertigt.

Am Set selber hat er dann noch andere Aufgaben. Zusammen mit der Produktions- und Aufnahmeleitung koordiniert er die Dreh- und Arbeitsabläufe, kontrolliert die gedrehte Szenenlänge mit der geplanten und dient als Schnittstelle für den Regisseur zu anderen „Abteilungen“ am Set.

Abzugrenzen ist der Regieassistent dabei noch von zwei anderen Zweigen. Mit den „Set-Runnern“ hat er soweit nichts zu tun, denn diese unterstehen direkt dem Aufnahmeleiter. „Set-Runner“ sind die Hilfskräfte am Set, die hinter den Kulissen tendenziell für alles eingesetzt werden, damit es voran geht. Das Tragen von Kisten, das Schmieren von Brötchen – Set-Runner.
Ebenfalls nicht das Bier des Regieassistenten ist die „Continuity“. Die wacht darüber, dass es eben keine Anschlussfehler gibt. Hat der Darsteller die selben Klamotten an wie gestern? Trägt die Schauspielerin das Haar gleich? Hatte der Schurke die Narbe nicht sonst auf der linken Wange?
Je nach Produktion ist das ein mehr oder weniger fordernder Job; bei „Xoro“ war allenfalls der Schmuck der Hauptdarstellerin in diesem Sinne anspruchsvoll, bei der TV-Serie „24“ gibt es etwa alleine eine eigene Angestellte dafür, die Uhren immer wieder richtig zu stellen, damit im Umschnitt On-Set-Uhren nicht plötzlich die falsche (Echt-)Zeit zeigen.
Darin etwa aufgegangen ist auch der Beruf des „Script Girls“, respektive zu Deutsch, der „Ateliersekretärin“. Deren Job ist es, darauf zu achten, dass Text und Regieanweisungen auch wie abgesprochen gefilmt werden und nichts unter den Tisch fällt.

Man merkt also schon, da ist ’ne Menge Volk am Set. Regie und -assistenz, dazu drei Typen von Leitern, Set-Runner, Continuity und Ateliersekretärinnen … und das, obwohl wir die ganzen technischen Jobs noch gar nicht angesprochen haben.

Grund genug, uns im kommenden Eintrag noch mal etwas zuzuwenden, was auch außerhalb einer Filmproduktion zwingend notwendig und leider noch immer sehr selten ist – die Qualifikation zur Teamarbeit.

Grüße,
Thomas

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