Ein paar wichtige Punkte zum Umgang miteinander, erster Teil

Good morning everyone.
Eigentlich sollte es ja selbsterklärend sein, doch noch immer ist es leider so, dass die Kooperation verschiedener Menschen miteinander häufig nicht so ganz optimal läuft. Eine unangenehme Lektion, die man bereits aus den Gruppenarbeiten in der Schule mit nach Hause genommen haben wird.
Das liegt nicht zuletzt oft daran, dass schon die Kommunikation nicht optimal verläuft. Darum werden wir heute und das nächste Mal einige wichtige Verhaltensregeln anempfehlen. Die gehen auf die Abteilung Kommunikations- und Organisationsentwicklung des ZLW/IMA (der Zusammenschluss vom Zentrum für Lern- und Wissensmanagement mit dem Institut für Informatik im Maschinenbau an der RWTH Aachen) zurück und wurden nur für diesen Eintrag erklärend angefüllt.

Klären Sie die Vorgehensweise zu Beginn.
Sehr einfacher Ratschlag. Blinder Aktionismus führt nicht ans Ziel und alle Beteiligen können weit effizienter arbeiten, wenn auch jeder weiß, was er tut und tun wird. Auch sollten alle Mitarbeiter über das generelle Vorgehen informiert und in dessen Schöpfung involviert werden, selbst wenn das zu Beginn nicht explizit notwendig erscheint.

Visualisieren Sie die Ergebnisse.
Niemand kann sich alles merken und Erinnerungen sind leider nicht statisch, verfälschen also ganz automatisch-biologisch über die Zeit. Diagramme und Mitschriften bei Planungen und Sitzungen können einem auf lange Sicht das Leben also doch erheblich leichter machen.

Geben Sie alle nötigen Informationen weiter.
Das betrifft gleich zwei Punkte. Zum einen, ganz klar, muss die Kommunikationskette funktionieren. Wenn der Regisseur etwas von einem Set-Runner erledigt haben will, die Information aber beim Aufnahmeleiter hängen bleibt, geht es nicht. Aber das ist hier gar nicht so sehr gemeint.
Wichtig ist auch, dass Fachwissen das am Set oder in der Planung existiert, immer weitergegeben wird. Es ist ein Produkt klassischer, individuell leistungsorientierter Schöpfungsprozesse, dass Leute gerne auf ihrem Können und Wissen sitzen, um qualifiziert und damit relevant zu bleiben.
Gebt dieses Denken am Besten gleich auf. Kooperation ist der Weg zum Ziel.

Verwenden Sie möglichst wenig Fremdwörter.
Es bedeutet nicht, dass man keine Fremdwörter verwenden darf, aber man sollte sparsam mit ihnen umgehen. Wenn der Regisseur zum Kameramann sagt, dass er die Szene gerne amerikanisch, in leichter Untersicht, filmen will, dann geht das natürlich voll in Ordnung.
Wenn aber der Regisseur zum Statisten sagt, dass er das vorhabe, weiß der vermutlich nicht Bescheid. Und auch innerhalb der Kommandocrew sollte niemals davon ausgegangen werden, dass jeder über alles Bescheid weiß.
Fremdwörter sind oft so ein gewolltes Alleinstellungsmerkmal. Zeigen, wie kompetent mal ist, weil man diese schlauen Wörter verwenden kann. Das ist nicht nur bei Filmproduktionen so, sondern überall, wo es eben Fachsprache gibt.
Genutzt hat das noch niemals jemandem.

Gehen Sie Konflikten nicht aus dem Weg.

Es klingt paradox, aber Konflikte, die man vermeidet, eskalieren. Unfrieden ist, das haben wir ja schon mehrfach hier gehört, das schlimmste Gift für jede Filmproduktion. Wenn jemand ganz offenbar über etwas nicht glücklich ist, sprecht ihn darauf an. Wenn einem etwas selbst nicht passt, so schweige man es nicht tot.
Aber zwei Dinge sollten dabei nicht außer Acht gelassen werden: Man diskutiert nicht heftig vor versammelter Set-Crew und Hierarchien sollten trotzdem gewahrt bleiben.
Auch das ist wichtig.

Weitere fünf Punkte dazu wie versprochen beim nächsten Mal…

Grüße,
Thomas

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