Dein bester Freund: der Set-Koffer

Morgen zusammen!
Bevor wir uns wie versprochen mit den Stunts beschäftigen, möchte ich euch heute einmal einen guten Freund von mir vorstellen: den Setkoffer.
Der Set-KofferSieht auf den ersten Blick eher unspektakulär aus, aber er verdient einige Worte. Eine der vielen Film-Binsenweisheiten dieser Welt lautet „Erfolg ist, wo Glück auf Vorbereitung trifft“, und genau darum geht es hier. Innerhalb dieser schwarzroten Verpackung aus dem Hause Black&Decker (12,99 Euro derzeit im Plus, falls jemand zugreifen möchte) habe ich im Rahmen der Vorproduktion von „Verfluchte Eifel“ mir einmal ein Kampfpaket geschnürt, damit im Zweifel ein spontaner Dreh auch wirklich mit einem Griff in den Schrank beginnen kann.
Da kommt dann die Erfahrung aus diversen Projekten, allen voran natürlich „Xoro“, ins Spiel und die Zusammenstellung ist natürlich von subjektiven Vorlieben geprägt, aber ich denke, sie kann dennoch als Inspiration dienen.
Schauen wir also mal in den Koffer hinein.

Der Set-Koffer: Seite 1Die nebenstehende Seite ist ziemlich vollgepackt, das sieht man ja bereits. Im Decken eingeschoben finden sich zwei 10er-Schraubenschlüssel (die brauchen wir, um die GhettoCam zu justieren), zwei Teppichmesser nebst Ersatzklingen und eine LED-Taschenlampe (extrem hell, aber sollte nicht ins Bild scheinen, wir sprachen über das blaue Grauen bereits unter dem Schlagfort Lichtfarbe). Was jetzt da gerade noch fehlt sind kleinere Kreuz-Schraubendreher, die man gerade bei üblichen Bauleuchten aus dem Supermarkt immer braucht, um eventuell die Halogenröhre auszuwechseln und die zum Zeitpunkt der Aufnahme schlicht auf meiner Fensterbank lagen.
Daran festgebunden ist meine weiße Kugel zum Festhalten vom Licht am Set, wie neulich noch erklärt.

An der Rückwand finden sich dann kleine und große Klebeetiketten (wir sprachen ja bereits über Marker), Stecknadeln in verschiedenen Größen (glaubt mir, die braucht man immer!), übliche AA-Batterien und eine kleine Markerleucht, selbstklebende Pads sowie, auch davon sprachen wir ja schon, unser getreuer ColorChecker.

Der Set-Koffer: Seite 2Drehen wir den Koffer um, so findet man in der Tasche im Deckel eine Wasserwaage (mit Laserpointer, auch zum exakten Justieren und Festhalten von Kameraeinstellungen bei SFX) sowie ein kleines Stapel selbstklebender Notizzettel, der Nutzen ebenfalls universell ist.
Im Koffer selber liegt dann erst mal Klebeband in allen möglichen Ausführungen. Extrastarkes Klebeband um Scheinwerfer zu montieren, normales Klebeband für alle möglichen Zwecke, Malerkrepp als Markierung und doppelseitiges Klebeband für Notfälle. Ebenfalls fast von universeller Bedeutung sind die beiden wasserfesten Stifte, die auf der linken Seite in dem Koffer liegen. Die sind im Notfall Gold wert!
WD-40 dagegen ist Sprühöl und als solches auch etwas, was man nie mehr missen möchte, wenn man es kennt. Man kann es zum schmieren nutzen, es bringt Türen dazu, nicht mehr zu quietschen, man kann es als Waffenöl verwenden (die Schwerter bei Xoro etwa), es bekämpft und schützt vor Rost, wenn man es ins Autotür-Schloss sprüht, friert das nicht mehr ein … ein tolles Zeug!
Die beiden Gurte sind derzeit tatsächlich vor allem Requisiten für „Verfluchte Eifel“, fallen aber ebenfalls in die Kategorie „schaden nie“. Die Sonnencreme dagegen ist etwas, für dessen Fehlen wir bei „Xoro“ hohes Lehrgeld zahlen mussten – steckt sie einfach ein. Man weiß nie, wann die Sonne mal herauskommt und beim Film kann man es sich halt auch nicht immer aussuchen, im Schatten zu arbeiten. Gerade die Darsteller nicht.

Das ist er also, mein derzeitiges Prototyp eines Set-Koffers.
Ich kann ihn nur wärmstens empfehlen, denn die eingangs zitiert Binsenweisheit, sie ist einfach wahr.

Und kommendes Mal gibt es dann wirklich Stunts!

Grüße,
Thomas

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