Die Kamera (1 von 5): Eine erste, grundlegende Entscheidung

Einen schönen Sonntag Vormittag!

Heute, sowie in den kommenden vier Updates hier im Blog, werden wir einen Missstand zu beheben habe. Und damit meine ich nicht nur den, dass dies der erste Lehr-Eintrag seit Monaten ist, sondern auch, dass wir nun mehr als ein Jahr lang eine der wichtigsten Säulen jeder Filmproduktion noch gar nicht beachtet haben: Die Kamera.
Das wurde mir schmerzlich bewusst, als ein Freund mich die Tage fragte, ob die Angebotskamera im Media Markt wohl gut sei, ich mir dachte „Dazu hast du doch sicher mal was ins Blog geschrieben“ … und dann merkte, dass dem wohl nicht so ist. Greifen wir dieses Beispiel also einfach dankend auf und widmen uns genau dieser Frage: Woran sehe ich, ob eine Kamera etwas für mich ist?

Wer nun losziehen möchte, etwa, um eine Kamera zu erwerben oder auch nur, um sie zu leihen, sieht sich zunächst mit einer Grundsatzentscheidung konfrontiert. Eine, die gar nicht mal so einfach zu beantworten ist: Die Formatfrage.
Generell kriegen wir ja mittlerweile an allen Ecken und Enden die hohe Auflösung, High Definition, kurz HD, beworben. Filme laufen in HD, das Fernsehen ist HD, Fotoapparate können plötzlich kleine Videos in HD aufnehmen und ja, klar, Camcorder können das auch.
Neben der spannenden Frage, was genau HD eigentlich ist – ich markiere jetzt hier mal den Harald Lesch und rufe das meiner imaginären Crew an der Kamera vorbei für einen späteren Beitrag zu – stellt sich aber die Frage: Brauche ich das für meinen Film?

Fangen wir mal mit den Vorzügen von HD an: Mehr Details. Deutlich mehr Details. Man kann es ohne Probleme nahe am Monitor auf dem Computer gucken, man kann es bombastisch auf dem Fernseher gucken und ja, man kann wesentlich einfacher Filmmaterial damit nachbelichten lassen, damit der eigene Film auch auf die Leinwand könnte.
Wesentlich praxisnäher sind natürlich diverse Vorzüge bei der Nachbearbeitung, denn nicht zuletzt viele unserer Probleme beim Color Key-Verfahren resultieren (auch) aus der geringen Auflösung der SD-Formate; hier für „standard definition“ gebraucht, nicht für das Speicherkartenformat.
Doch gibt es natürlich auch nicht zu übersehende Nachteile, allen voran das Daten-Volumen. Mehr Informationen bedingen immer auch größere Dateien, das ist bekannt, doch oft unterschätzt. Aber wahlweise sitzt man nachher mit Datenpaketen da, die sehr gekonnt den eigentlichen Vorteil, heutzutage schnellere PCs zum Schnitt zu haben, wieder komplett ausgleichen, oder aber das verwandte Kompromissformat (beispielsweise HDV) gleicht dann den HD-Vorteil wieder mit Kompressionsnachteilen aus.
Wer also nicht wirklich Geld und Spitzenequipment daheim hat, sollte vorerst guten Gewissens noch bei SD bleiben – da ist auch die Kamera deutlich billiger.

Doch was schnappen wir uns da für eine Kamera?
Dazu dann beim kommenden Mal mehr!

Bis dahin alles Gute und viele Grüße,
Thomas

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