Die Kamera (2 von 5): Wir kaufen uns eine Kamera.

Morgen zusammen!

Nachdem wir uns also das letzte Mal bereits dazu entschlossen haben, wohl doch vorerst noch in normal aufgelösten Gefilden zu bleiben, heute einige durchaus wichtige Informationen, die man im Hinterkopf haben sollte, wenn es darum geht, sich eine Kamera anzueignen.

MiniDV oder MiniDVD?
Eigentlich klingt das Konzept von MiniDVD ja super: Man nimmt direkt auf kleine, silberne Scheiben auf, kommt daheim an und kann sie, ohne Aufwand, daheim in den Player legen und gucken.
Das ist auch nicht falsch – der große Haken wird nur zumeist nicht genannt. Will man nämlich nachbearbeiten, so steht man plötzlich in mehrerlei Hinsicht bei den kleinen Scheiben sehr verloren da. Nicht nur, dass man sein frisches Video eigentlich nur unter großem Aufwand wieder von der Disc bekommt – man muss quasi seinen eigenen Film rippen – auch die Kompression schlägt dann voll zu. DVDs sind nach MPEG2 kodiert, einem zwar durchaus effektiven und für Fernseher genügenden, aber verlustreichen Format, das sich in der Nachbearbeitung zur Hölle verwandelt.

MiniDV ist auch nicht frei von Makel. Die kleinen Datenträger sind nach wie vor Magnetbänder, wenn auch digital bespielt, und unterliegen damit den ganzen Nachteilen, die man seit jeher von solchen Formaten kennt, sei es nun Bandverschleiß oder diverse Probleme rund um den Komplex Entmagnetisierung. Aber keiner dieser Nachteile wäre auch nur annähernd groß genug, um die Nachteile der MiniDVD aufzuwiegen.

Achtung Mikro
Der Ton ist bei einem Film essentiell, das haben wir schon festgehalten. Aber auch wenn natürlich eine Tonangel immer die beste Wahl ist, lohnt es sich immer, darauf zu achten, ein gutes Mikro an der Kamera zu haben. Das zu erkennen ist nicht immer leicht, aber es gibt da durchaus ein paar Indikatoren. Ragt es sehr weit nach vorne raus, ohne gut geschützt zu sein, dann wird es vermutlich das Heulen des Windes in fast jede Szene zaubern. Sehr unschön und immer ein klarer Indikator für Amateurfilm. Sitzt es dagegen zu tief in einem zu kleinen Gehäuse (s.u.), dann nimmt es eventuell die Geräusche der Mechanik der Kamera auf. Bei bandbasierten Systemen also das Rauschen der Bandrollen, aber auch bei anderen etwa den kleinen Motor, der den Zoom einstellt etc.
Sitzt es gar oben drauf, wie es bei unserer allerersten Kamera der Fall war, kann man es fast vergessen. Hier hat man in der Regel mehr vom schnaufenden Kameramann als von der Filmszene in der Tonspur und der Wind heult trotzdem. Ganz klar ein Zugeständnis an den Urlaubsfilmer, der „Tante Gerda an den Pyramiden“ direkt klar hörbar kommentieren will, aber nichts für den geplanten Einsatz.

Einige Kameras kommen mit Software-Filtern gegen Rauschen, Knacksen und den verflixten Wind daher: Die Güte derer muss man auch von Fall zu Fall versuchen zu ergründen. Das System einiger Panasonic-Kameras ist recht gut; das kann ich aus Erfahrung sagen. Mehr leider nicht.

Warum klein und leicht Nachteile sind
Neben dem akustischen Nachteil hat die Miniaturisierung vor allem den Effekt, dass die Kamera nichts mehr wiegt. Das haben wir schon mal mit mehr Detail in anderem Kontext besprochen, sei hier aber auch noch mal zur Erinnerung erwähnt.

Anschlüsse
Wer seine Aufnahmen direkt am Fernseher sichten können möchte, der sollte darauf achten, dass die Kamera einen so genannten Komponentenausgang, auch fachdeutsch Composite geheißen, besitzt. Das sind die kleinen, schmal und rundlich, die heutzutage fast immer gelb umrandet sind. Die kann man per Adapter auch auf Scart umbasteln, was dann auch an fast jeden Fernseher angeschlossen werden kann.
Für den Datentransfer auf den PC ist das Kabel der Wahl meiner Meinung nach Firewire. Ist ein bisschen ein Glaubenskrieg, aber es gibt durchaus ein paar Gründe, die einem bei der Wahl zwischen Firewire und USB zu ersterem greifen lassen sollten; neben Geschwindigkeit vor allem auch die Möglichkeit zu beidseitigem Datenaustausch. USB 2.0 relativiert das alles etwas und ist eine Alternative, aber meine Wahl stünde fest.
Definitiv zu vermeiden sind übrigens analoge Anschlussmethoden sowie ganz wilde, antiquierte Systeme via COM- oder LPT-Stecker. Aber ich denke, das findet man auch heute eigentlich nur noch mutwillig.

Einstellungsmöglichkeiten
Letztlich sollte man noch darauf achten, dass die Kamera einen möglichst viel auch selbst einstellen lässt. Auch, denn automatische Systeme können einem das Leben natürlich leichter machen, doch einige Dinge sollte man einfach manuell regeln können.
Was für welche?
Nun, dem widmen wir uns dann beim nächsten Update!

Bis dahin alles Gute,
euer Thomas

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