Die Kamera (4 von 5): 16:9 versus 4:3

Morgen zusammen!

Sprechen wir (mal wieder) über 16:9. Das Thema hatten ganz zur Gründerzeit dieses Blogs schon mal auf dem Tisch, wer also generell Interesse am Thema Breitbild hat, fängt vielleicht einfach mal mit 16:9 – Ein schickes Format an.

Aber wir sind nach wie vor der perfekten Kamera auf der Spur und zumindest in dem Sinne ist die Antwort zu dem Themenkomplex einfach: Echtes 16:9 ist ein unglaublicher Vorteil.
„Echtes“ fragt ihr?

Ja, denn im Grunde gibt es zwei verschiedene Arten, 16:9-Bilder auf den Fernseher zu bannen – das so genannte Letterbox-Verfahren und ein anamorphes Bild. Bei einem Letterbox-Bild passiert das, was man noch vor Jahren im Volksmund allgemein hinter dem Breitbild vermutete: Es werden schwarze Balken auf die Aufzeichnung gelegt.
Ein anamorphes Bild funktioniert dagegen anders: Dort werden durchaus alle 576 horizontalen Bildzeilen der DV-Aufzeichnung verwendet, jedoch gestreckt. Dieses „hochgezogen“ aussehende Bild wird dann auf dem Fernseher (oder Beamer) wieder gestaucht, um in der ursprünglichen Form zu erscheinen.
Der Vorteil? Es sind de facto mehr Zeilen verfügbar. Anstelle der 720×432 Bildzeilen, die jenseits der schwarzen Balken bei einem entsprechenden Letterbox-Format Bild sichtbar wären, bringt es das anamorphe Bild dann dennoch auf 720×576 – und ist damit wesentlich schärfer und knackiger.

Es gibt da durchaus noch andere Glaubensfragen, die manchmal eine Entscheidung zwischen 4:3 und 16:9 beeinflussen können. Aber wer mit Anspruch filmen möchte, der sollte darauf achten, dass er zumindest immer die Option hat, anamorph zu drehen.

Damit sind eigentlich alle Kernfragen beantwortet, aber noch ein Artikel offen. Wir haben uns aber nicht verzählt, sondern ich habe mir noch ein Sonderthema aufgehoben. Kommendes Update geht es um einen der größten und unangenehmsten Unterschiede zwischen digitalen Aufnahmen und echtem Filmmaterial.

Bis dahin viele Grüße,
Thomas

//Nachtrag:
Unser Kameramann Ralf war so lieb mich auf einen Rechenfehler hinzuweisen – die Bildgrößenangabe zum Letterbox-Format weiter oben ist entsprechend angepasst worden. Es ist 720×432 anstelle der einst angegebenen 720×405 Pixel. Ich bitte um Entschuldigung 🙂

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