Das Rollenspiel des Dr. Fu Man Chu

Schöner guter Tagesanfang sei gewünscht!
Es ist Jahre her, ich persönlich kannte die ganze Bande zu der Zeit noch nicht mal, da hatte der spätere „Xoro“-Regisseur Matthias Schaffrath Geburtstag. Und besagte Bande beschloss, ihm ein Geschenk zu machen, dass er so schnell nicht vergessen würde: Den ersten Heuler der Menschheitsgeschichte.

Mit einem Drehbuch, das eher Drehblatt hätte heißen können, wurde in einer Hau-Ruck-Aktion der komplette Film heruntergekurbelt. Scotland Yard und andere Drehorte in vier Wänden waren schnell in heimischen Wohnungen gefunden, das Hauptquartier des Schurken dagegen fand sich in Form des alten Tempelchens in Schleiden.
Dort hatte Fu Man Chu seine Basis und dort gab es einen Showdown, den man vom ganzen Tal aus sehen konnte … nur leider auf der Kamera nur grob.
Dann wurde das ganze analog (!) geschnitten und mit echt mal leiernden Musikaufnahmen begleitet und fertig war der Film.

Er kam gut an, ist bis heute eigentlich der große Grundstein all unserer Filmaktivitäten, aber es gibt doch eine ganze Reihe Gründe, den Film neu zu drehen.
Zwei der Leute, die damals halfen, haben heute eigentlich gar nichts mehr zu tun und schon zu „Die zweite Teufelei des Dr. Fu Man Chu“ wurde Petri auf Thomas Bender umbesetzt – der damit jetzt in „Die Rückkehr des Fu Man Chu“ gleich drei Rollen spielt: Dr. Petri, Fu Man Chus Tochter und … alle Chinesen.

Schlimmer aber noch ist, dass es die Originalbänder nicht mehr gibt. Die Fassung, die wir intern bisweilen gucken, ist ein Recut der alten VHS-Aufnahme, aber das ist nun wirklich nichts, was man Außenstehenden zumuten müsste. Die meiste Zeit während des Finales erkennt man auch erst mal freilich einfach nichts.

„Die Trilogie des Dr. Fu Man Chu“ wird sicherlich kein Meilenstein, aber das ist auch nicht angedacht. Es soll drei Mal rund zehn bis zwanzig Minuten gute Unterhaltung bieten, so dass am Ende eine nette Stunde Berieselung entsteht. Wir bleiben ganz bewusst vielen „Tugenden“ des ersten Teils treu. Seien es die kategorischen Doppel- und Dreifachbesetzungen, die wenigen Schnitte innerhalb einer Szene und durchaus auch das Tempelchen als Hauptquartier des Schurken im ersten Teil.
Nur dass wir den Showdown diesmal wohl eher digital arrangieren werden.

Wenn es eine DVD der neuen Filme geben wird, kann ich mir vorstellen, dass sich „Das Rollenspiel“ irgendwo in den Extras verstecken könnte. Abseits dessen aber bin ich froh, dass das Endprodukt durch das Remake im Endeffekt wesentlich mehr aus einem Guss wirken wird.

Kommendes Mal dann aber nichts zu FMC oder anderen Heulern, kommendes Mal erzähle ich euch vielmehr von einem anderen Projekt, an dem ich schon lange dran bin und das mir sehr, sehr wichtig ist.

Viele Grüße,
Thomas

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