Die Regel der 3

Morgen zusammen!

Heute: Theorie-Quickie, Nr 2.
Es ist eine eher eigenartige Begebenheit. Wenn jemand klingelt und die Türe wird nicht direkt geöffnet, dann vermutlich nach dem dritten Schellen. Klingelt das Telefon, so braucht es drei Klingelzeichen, bis jemand abhebt. Und wirft sich der Polizist verzweifelt gegen die Eingangstüre, so wird sie beim dritten Aufprall seiner Schulter den Weg freigeben.
Woher diese ungeschriebene „Regel der 3“ kommt, das kann ich auch nicht sagen. Aber da sehr viele Filme immer wieder gerne auf genau dieses System zurückgreifen, kann man sich das in zweierlei Art zu Nutze machen.
Man kann die Regel benutzen, erfüllt damit eine Erwartungshaltung und erfreut so den Zuschauer. Oder man benutzt sie eben gerade nicht und schafft damit ein sehr, sehr kleines, aber doch gegebenes Überraschungsmoment.
Wenn sich die Protagonistin etwa in ihrem Zimmer einschließt, weil ein irrer Mörder mit Hackmesser und Gummimaske durch das Haus zieht und dieser dann nicht mit dem dritten, sondern schon dem zweiten Aufprall durch ihre Türe bricht, ist das ziemlich sicher ein funktionierender Schockmoment. Braucht er dagegen mehr und reagiert zudem die Schauspielerin beim dritten Aufprall noch so, als rechne sie selber damit, dass jetzt alle vorbei wäre (in Tränen ausbrechen, schreien etc.), dann steigt die Spannung ganz augenblicklich deutlich steiler an.
Man darf den Effekt allerdings nicht überstrapazieren.

Kommendes Mal gibt es dann mal wieder Neuigkeiten aus der Welt des Fu Man Chu.

Viele Grüße,
Thomas

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