Von Effekten und Non-Liniear-Edit-Software

Morgen zusammen!

Im Grunde spricht kaum etwas gegen die Verwendung einer NLE-Software, also etwa Final Cut oder Premiere, um Effekte zu arrangieren und zu montieren. Kaum etwas – aber ein Gegenargument gibt es, und das ist ein sehr zentrales Problem.

Anders als wirkliche Bearbeitungsprogramme wie „After Effects“ arbeiten eigentlich alle NLE-Systeme in Echtzeit. Das erfordert eine Menge Vorberechnung, damit angewendete Effekt-Pakete auch immer souverän abgespielt werden können und das wiederum bedarf einer gewissen Auslagerung. Auslagerungen brauchen Festplattenplatz und da ist ein unkomprimiertes Format natürlich ein Problem, da dort die Datenmengen wahrhaft explodieren würden.
Die meisten Programme legen ihre Zwischenstände als DV-Dateien ab, ein Format, von dem ich bereits zuvor erklärt habe, warum es in Sachen Kompression mit Vorsicht zu genießen ist (vgl. S. xx) und auf das ich gerade im kommenden Kapitel noch mal zu sprechen kommen werde.
Lädt man also sein Video als DV-Datei in das Programm, dann ist erst mal alles gut. Dann aber legt man den ersten Effekt darauf, es wird eine neue Vorschau angelegt, der DV-Kompressor jagt noch mal über die Datei und dann hat man „Echtzeit“. Folgen noch zwei weitere Effekte, dann folgen auch noch mal zwei Touren durch den DV-Kompressor.
Und exportiert man das Gesamtpaket dann nachher, dann geht es nicht nur durch den Kompressor, um eine Datei zu erzeugen, sondern verwendet dazu je nach Programm auch noch die bereits erstellen Vorschau-Dateien.

Man hat also mit einer möglichst brillanten DV-Datei sein Werk begonnen, doch nun zum Zeitpunkt des Exports ist diese Datei noch vier (4!) weitere Male zusammen gestaucht worden. Das hinterlässt immer Spuren.

So viel von unseren kurzen Tipps am Wegesrand, kommendes Mal wird es dann noch mal umfassender.

Bis dahin viele Grüße,
Thomas

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