HD ist voll doof, weil…

Morgen zusammen!

Letztes Mal waren wir bei den Vorzügen von HD, heute kommen wir demnach dann zu den Nachteilen, denn derer gibt es auch eine ganze Menge.
Ganz zu Beginn steht der Dateiumfang. Wer fünf Mal mehr Bildinformationen möchte, der muss auch mit einem Vielfachen an Speicherbedarf rechnen. Ich sage bewusst nicht „einem Fünffachen an Speicherbedarf“, weil zusätzlich zu dem größeren Bild auch noch entsprechende Kompressionsverfahren zu Buche schlagen. Mit den rapide fallenden Preisen für Festplatten und neuen Techniklösungen wie eSATA ist das zwar ein schrumpfendes Problem, aber es bleibt eines.
Das gleiche Problem, was langfristig die Lagerung betrifft, betrifft aber auch kurzfristig die Bearbeitung. Mehr Bild bedeutet mehr Speicherbedarf, die Notwendigkeit von mehr RAM und mehr Prozessorleistung – kurzum, ein Rechner, der DV noch in Echtzeit verarbeiten kann, kommt gegebenenfalls bei HD-Material sehr schnell ordentlich ans Ächzen. Das relativiert auch den Vorteil bei den Spezialeffekten, den ich das letzte Mal erwähnte, schnell wieder – fünf Mal mehr Bild heißt auch fünf Mal mehr Fläche, auf die der Effekt berechnet werden muss. Und einmal mehr: Mehr Festplattenbedarf, mehr Arbeitsspeicher-Bedarf und insgesamt ein größerer Ressourcenhunger.

Aber damit sind wir schon einen Schritt weiter als nötig, die Probleme fangen schon beim Aufnahme-Equipment an. Der Preis einer guten HD-Kamera kann gut und gerne beim zehnfachen einer SD-Kamera liegen. Zwar kriegt man auch durchaus etwas für sein Geld geboten, aber es muss dennoch erst mal da sein.
Vor allem, da nicht jede Kamera, die HD verspricht, auch HD liefert. Entweder sie zeichnet nur HDReady-haft das Bild auf, oder aber sie kann die vollste Auflösung nicht progressiv oder durch Interpolation erreichen. Oder aber, es trägt noch skurrilere Blüten: Die Canon 500D, eine neu vorgestellte digitale Spiegelreflexkamera mit der Möglichkeit, auch in HD Film aufzuzeichnen, filmt zwar 720p bei 30 Bildern pro Sekunde (nicht perfekt, aber damit könnte man fast noch arbeiten) und 1080p bei – Obacht – 20 Bildern pro Sekunde! Das ist dann einfach nur Quatsch…

Hat man den Film gefilmt und bearbeitet, so muss man ihn auch noch auf etwas ausgeben. Die BluRay hat das Rennen um das Nachfolgeformat gegen die HD-DVD gewonnen (und muss jetzt „nur“ noch gegen DVD das Rennen um die Wohnzimmer gewinnen), insofern ist wenigstens diese Wahl getroffen. Aber nicht nur, dass die BD im Laufe ihrer Zeit noch manchen Wandel durchmachen wird, auch der jetzige Preis pro Rohling und generelle Aufwand – wer hat schon einen BD-Brenner? – machen einem das Leben da schwer.
Ist die BD einmal gebrannt, dann steht nur noch eine letzte Hürde: Am anderen Ende muss auch noch ein BD-Player mit entsprechendem Fernseher stehen. Denn der ganze zuvor genannte Aufwand nützt nichts, wenn der Film entweder gar nicht erst läuft, oder aber dann doch nur auf einer PAL-Röhre flimmert.

Und unser persönliches Fazit aus den Argumenten heraus?
Das verrate ich euch das nächste Mal…

Viele Grüße,
Thomas

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