Eifelareas gute Ratschläge 1: Schmerz ist vergänglich, Film für die Ewigkeit

Hallo zusammen!

Damit wir hier nicht nur durchgehend Hilde-Content bringen – obwohl die Berichterstattung über die Entstehung unseres Filmes nicht abreißen wird – habe ich mir eine kleine, neue, monatliche Reihe für dieses Blog überlegt.
Grob ein mal alle vier Wochen – wobei dies hier wohl der verfrühte Juli-Beitrag ist – möchten wir euch einen Ratschlag für den Amateurfilmemacher mit auf den Weg geben. Einige davon sind von uns, andere von viel klügeren Leuten. Sie alle sind für uns weder Dogmen noch Maximen, aber durchaus Erkenntnisse, von deren absoluter Wahrheit zumindest wir nach sieben Jahren der NoBudget-Arbeit überzeugt sind.

Unser heutiger, erster Beitrag geht auf das Konto von Peter Jackson und wurde von uns schon vor Jahren irgendwo im Bonusmaterial von „Die Rückkehr des Königs“ aufgeschnappt. Jackson, seit heute wieder offiziell im Gespräch als Regisseur der Hobbit-Filme, sagt die hier sinnwahrend übersetzten Worte zu einer fast weinenden Miranda Otto (Eowyn):
„Pain is momentary, film lasts forever“.

Welche Erkenntnis ist diesen Worten zu entnehmen, außer das Jackson offensichtlich eher mit einem „Ein Indianer kennt keinen Schmerz“-Gedanken zum Set kommt?
Filme-machen ist hart. Manchmal ist man nervlich am Ende, körperlich am Ende und/oder will einfach nur nach Hause. Das passierte bei Xoro (im strömenden Regen), das passierte bei Verfluchte Eifel (in eiskalter Herbstnacht mitten im Wald) und das kommt vermutlich auch bei Hilde noch auf uns zu. Hauptdarstellerin Néomi zitiert den Satz ja sogar schon im aktuellen Videoblog von uns – sie auch das Post unter diesem.
Aber das passiert ja ganz offensichtlich auch bei großen Produktionen.

Doch dieses Leid ist es wert. Denn man arbeitet für einen Film. Und dann, wenn die blauen Flecken verheilt, der Körper wieder aufgewärmt oder der Sonnenbrand verklungen ist, wenn man nervlich wieder in Balance ist und eigentlich mehr das lacht, was passiert ist (und das gehört dazu und kommt von selbst, glaubt mir) – dann gibt es noch immer den Film.
Und der hat Bestand. Andere Leute werden von dem Einsatz und der Hingabe der Leute beeindruckt sein und noch in vielen Jahren kann man den Datenträger zur Hand nehmen und selber sehr, sehr stolz auf das sein, was man da geleistet hat. Ein nahezu unvergleichliches Gefühl.

Und darum ist Schmerz vergänglich, Film dagegen für die Ewigkeit.

Viele Grüße,
Thomas

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2 Gedanken zu „Eifelareas gute Ratschläge 1: Schmerz ist vergänglich, Film für die Ewigkeit

  1. Scorpio

    Oder die paar hundert Leute, die nach einigen Jahren das Video gesehen haben schreiben Youtube-Kommentare wie „Get a life you losers“, „boring and stupid“ oder „lol, yu sukkz“. Das ist dann kein gutes Gefühl, aber nicht unwahrscheinlich. It’s the fucking internet after all.

    Antwort
    1. Thomas Michalski Autor

      Man muss das aber auch nicht direkt mit purem Pessimismus sehen.
      „Xoro“ ist jetzt seit mehreren Jahren raus und seit vielen Jahren im Internet präsent. Wir haben bei Youtube relative wenig Feedback gehabt, aber gerade rund um die Erscheinungszeit gar nicht mal wenige Mails erhalten. Und *keine* davon war ein Kommentar wie du ihn oben skizzierst, keine.

      Nein, ich denke, wer Energie in ein kreatives Projekt steckt, der wird am Ende auch eine große, innere Befriedigung dabei erlangen können. Es steckt ein unglaubliches Potential darin, etwas, dass man mit Leidenschaft macht und in das man viel Herzblut steckt, wachsen und gedeihen zu sehen.
      Vielleicht fängt man sich einen Troll auf zwei, wenn man Pech hat.
      Aber dennoch wird sich das Projekt lohnen.
      Und ja, das sage ich sogar im Bezug auf VE…

      Viele Grüße,
      Thomas

      Antwort

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