Fremdtipp: Dragon Age Redemption

Hallo zusammen!

Zugegeben, wenn man als Hauptsponsor vor einem Film AMD erspäht, muss man sich schon fragen, inwiefern man den Begriff „No Budget“ noch guten Gewissens verwenden können sollte. Mehr noch: Wenn Hauptrolle und Drehbuch an Felicia Day gehen und Doug Jones – vermutlich am Besten bekannt als so quasi alles, was nur fast menschlich aussieht und in einem Film von Guillermo del Torro vorkommt (Abe Sapien in den Hellboy-Filmen, in letzterem auch der „Angel of Death“, sowohl der Pan als auch der „Pale Man“ in Pans Labyrinth, etc.) – ebenfalls mitspielt, umso mehr.
Dennoch wäre es nachlässig, hier nicht einmal auf Dragon Age: Redemption hinzuweisen.

Die Mini-Serie erscheint kostenlos bei Youtube und wurde wie gesagt von Felicia Day ersonnen, deren ganzer Karriere-Anfang ja in Form von The Guild auf einer Internet-Serie basiert. Nur ist The Guild ganz anderes Material als dieser Film hier.
Dragon Age: Redemption basiert auf der erfolgreichen Rollenspiel-Reihe von EA bzw. BioWare und erzählt die Geschichte der Elfe Tallis (Day), die losgeschickt wird, einen bösen Zauberer (Jones) zur Strecke zu bringen.

Interessant ist, dass die Serie dabei ganz unterschiedliche Qualitätsgrade aufweist. Schnitt und Choreographien, Farbbearbeitung und einige der Make-Up-Elemente wirken extrem gut, während ich anderes schon im LARP-Umfeld besser gesehen habe, insbesondere rund um das leidige Thema Elfenohren.
Die Effekte sind gut, die Ambitionen liegen unglaublich hoch, die Qualität der Dialoge hingegen zeigt sich in den ersten beiden Episoden als sehr wankelmütig. Dann wiederum ist zwar offenbar deutlich weniger Geld im Spiel gewesen als etwa bei der ebenfalls im Netz veröffentlichten Serie Mortal Kombat Legacy, aber dafür war dort die Dramaturgie so schlimm, dass ich die nicht mal bis zum Ende geschaut habe. Aber mit einem Regisseur, der schon bei „Leverage“ mitgearbeitet hat und einem Cinematographen, der von „Lost“ her kommt, sollte man ja meinen, hier etwas zu bekommen, was mindestens generischen Fanfilmen meilenweit voraus ist.
Nur ist es das meiner Meinung nach nicht. Nicht meilenweit jedenfalls. Und gerade das macht die Serie so unglaublich spannend.

Denn hier kann auch ein ambitionierter Eigenfilmer einmal schauen, was bei „den anderen“ gut funktioniert und was nicht, wo auch dort mangels echtem Budget getrickst werden musste und vor allem, was man davon selber auch verwenden könnte. Mal davon abgesehen, dass es eine kostenlose Fantasy-Serie ist und man da ja ohnehin keinen Grund hat, sich zu beschweren, denke ich.
Und darum wäre es, wie ich eingangs schrieb, nachlässig, nicht auf die Serie zu verweisen. Abschließend sei der Trailer gezeigt und – für den, der mehr will – nach dem abschließenden „Weiter“-Link dann auch die ersten beiden Episoden als Direktverweis.

Viele Grüße,
Thomas

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