Dreidimensionale Fachtermini; die Grundlangen (Alles über 3D, Teil 2 von 8)

Hallo zusammen!

Ich verspreche, ich mach es kurz!
Auch wenn in den heutigen Marketing-Kampagnen meist einfach Schlagphrasen wie „Jetzt auch 3D!“ kolportiert werden, so gibt es doch eine Reihe nützlicher und teils schon sehr alter Begriffe, die praktisch sind, wenn man über das Thema redet.

Wir kennen den Begriff „Stereo“ ja vor allem aus dem Ton-Bereich. Wörtlich sich der Sache zu nähern bringt einen nicht weiter – „stereo“ kommt aus dem griechischen und bedeutet unter anderem  „fest“ oder „hart“ – und die Nutzung in der Alltagssprache ist durchaus sehr schwammig (Stichwort: Stereotyp, Stereoanlage etc.). Dennoch gibt es zumindest eine Analogie, mit der man arbeiten kann: So wie Stereofonie das Erzeugen von Raumklang mit zwei oder mehr Tonquellen bezeichnet, so gibt es auch ein visuelles Äquivalent: die Stereoskopie. In beiden Fällen wird „stereo“ im Sinne von „räumlich“ gebraucht, was auch in Analogie zum Raumklang zu dem deutschen Begriff des Raumbildes geführt hat. Raumbild, als Wort, ist mittlerweile ziemlich aus der Mode und es fällt mir auch schwer, mir das auf einem Kinoplakat vorzustellen. Ich werde dennoch beide Begriffe im Zuge der kommenden Abschnitte verwenden, und sei es nur der klanglichen Vielfalt zuliebe.

Es gibt dementsprechend natürlich auch das Adjektiv stereoskopisch, das unter anderem die Aufnahmeverfahren bezeichnet, denen wir uns dann aber erst später widmen werden. Vorher wollen wir eine kleine Tour unternehmen und uns verschiedene Verfahren anschauen, wie man künstlich 3D erzeugt hat.
Wir beschauen uns, in dieser Reihenfolge, in den kommenden Beiträgen zunächst frühe Geräte, mit denen man Raumbilder – auch Stereogramm genannt – sehen konnte. Diese nennt man, passend zum Ausgangswort, auch oft Stereoskope.
Mehr der Vollständigkeit hier erwähnt seien zudem das Hyperskop – das zwar von einander abweichende Bilder für das linke und das rechte Auge liefert, diese aber in einem größeren Abstand aufnimmt, als Augen voneinander entfernt liegen und so die Tiefenwirkung erhöht – sowie das Pseudoskop, bei dem die Bildinformationen der rechten und linken Seite vertauscht werden und das auf diese Art eine invertierte Tiefenwahrnehmung erzeugt.

Danach dann beginnt eine kleine Tour durch die Welt der Brillen. Wir beschauen die sicherlich bekannten Rot-Grün-Bilder mit Tiefenwirken – die nennt man, das Vorweg, auf Schlau auch Anaglyphenbilder – und stoßen von da aus dann zu den aktuellen Verfahren vor, insbesondere der Polarisationsfiltertechnik sowie den so genannten Shutterbrillen. Danach folgt dann die große Theorie-Runde, wie man etwas in der Art selber aufzeichnet bzw. was notwendig und was verboten ist, wenn man stereoskopisch Filmen will.

Aber all das letztgenannte kommt auch noch im Detail. Für heute wichtig zur gedanklichen Mitnahme sind vor allem Stereoskopie und Raumbild.
Und wie das alles seinen Anfang nahm, dazu dann kommendes Mal mehr …

Viele Grüße,
Thomas

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