Ein neuer Star-Wars-Fanfilm

Hallo zusammen!

Ach ja, Star-Wars-Fanfilme. Sie sind wie ein roter Faden, der sich hier durch diese Seite zieht. Aber zugleich etwas, wo mich lange nichts mehr so richtig gerockt hat. Imps: the Relentless hat großartig angefangen, ist aber nun schon seit so vielen Jahren inaktiv, dass es fast an Vaporware grenzt, Ryan vs. Dorkman 2 wird dieses Jahr 10 Jahre alt und Troops wird kommendes Jahr zwanzig. Zwanzig.
Neulich hab ich hier auf Kara verwiesen, der ist gut, aber auch der ist kein völliger „Wow“-Moment gewesen.

Und dann kam da Darth Maul: Apprentice um die Ecke.
Lassen wir erst einmal den Film für sich sprechen.

Das ganze Stück stammt ursprünglich aus deutschen Landen und wurde von Studenten zusammengeführt, wie man nachlesen kann. Man sieht es, denke ich, an keiner Stelle.
Einen Extra-Jubel gibt’s mindestens von unserem „Xoro“-Darsteller Scorp und mir für Matthis Landwehr, der für uns seit Kampfansage: Der letzte Schüler und Lasko irgendwie schon einer der deutschen Action-Namen ist, und der hier ebenfalls einen Jedi gibt.
Es ist das Stuntteam von defcon unlimited beteiligt, deren Firebucket Challenge wir ja auch sozusagen angenommen haben. Auch sei natürlich nicht unerwähnt, dass die Außenaufnahmen zu einem guten Teil in der Eifel und die Studio-Aufnahmen in Aachen entstanden sind, was uns natürlich ebenfalls am Herzen liegen muss.
Es gibt ein ganz sympathisches Hinter-den-Kulissen-Video zum Dreh, das auch viele uns vertraute Momente – Aussitzen von Regen, Finger-Wärmen an Kochgut, irritierte und amüsierte Touristen und dergleichen – zeigt:

Kurzum, es ist mir ein erzsympathisches Stück Filmprojekt, und eines, das mir wieder mal selbst vor Augen führt, warum wir das eigentlich machen, was wir machen.
Nichtsdestotrotz habe ich z.B. auf einigen News-Seiten, die den Film mit Recht betrommelt haben, auch Kommentare gelesen, die mich ehrlich verständnislos zurücklassen.
Kommentare darüber, dass man ja nun das x-te Lichtschwert-Kampf-im-Wald-Projekt echt nicht gebraucht habe.
Diskussionen darüber, dass Darth Maul ja wohl niemals gegen so viele Jedi hätte gewinnen können.
Beschwerden darüber, dass die Leute zu wenig unterschiedliche Lichtschwerter hätten.
Und Unverständnis dafür, warum Leute sich so eine Mühe machen, nur um so ein „Filmchen“ zu produzieren.

Wie gesagt, es lässt mich verständnislos zurück. Für mich ist, obschon der Film ja nun keine tiefgehende Handlung hat, Darth Maul: Apprentice ein lebendes Beispiel für nahezu alles, was an Film toll ist. Für die Möglichkeiten des Mediums, den Spaß der Produktion, die Ehrung von Vorbildern und die Kameradschaft am Set. Es ist ein Stück Ehrgeiz, es ist viel Herzblut nötig, 18 Drehtage über Jahre verteilt abzufeiern, um am Ende „nur“ einen Kurzfilm zu haben.
Und es ist, egal was Hater sagen mögen, exzellent umgesetzt.
Darth Maul: Apprentice zeigt auch, wie enorm die Verteilung technischer Möglichkeiten zugenommen hat. Das Kameramaterial und die damit verbundenen tollen Bilder, die Kamerahalterungen, Greenscreeen-Aufnahmen, Seilzüge und Drohnen – wenn mir damals zu Zeiten von Xoro: the Eifelarean einer gesagt hätte, dass so etwas im Privatbereich mal möglich sein würde, ich hätte ihm nicht geglaubt.
Heute hat im Grunde jeder mit seinem Smartphone eine HD-Kamera in der Tasche, und von dort aus steigen die Möglichkeiten nur immer weiter an.
Sicher, das Team hinter dem Film hier wusste zudem sehr gut, was es tat, verstand die tolle Technik auch gewinnbringend einzusetzen. Aber das ist Übung. Dass man es heute üben kann, das wiederum ist die Errungenschaft.

Ich bin sicher, felsenfest überzeugt, dass da draußen der eine oder andere sitzt, jung wie wir’s bei Xoro waren, der dies sieht und beschließt, so etwas auch können zu wollen. Machen zu wollen. Der sich in Bälde eine Kamera und ein paar Freunde schnappt und seinen ersten Film dreht.
Und von dort aus immer weiter gehen wird, mit jedem Jahr.
Das ist etwas, was wir zelebrieren sollten. Bejubeln und fördern.
Man muss nicht immer was zu nörgeln haben.
Man darf auch mal jubeln.

Und wenn Darth Maul mit einer fetten Kampfchoreo Jedis im Wald verhaut?
Dann juble ich.

Viele Grüße,
Thomas

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2 Gedanken zu „Ein neuer Star-Wars-Fanfilm

  1. Denise

    Unglaublich, wie viel Zeit und Arbeit dahinter steckt, um ein paar Minuten Film zu machen. Ich finde das bewundernswert! Ich persönlich würde mich gerne auch näher damit beschäftigen, wie das alles geht. Und später vielleicht auch mal einen tollen kleinen Film drehen. Da bekommt man unglaublich Lust drauf, wenn man so was sieht.
    Thomas, du hast vollkommen recht, mit dem, was du in deinem Beitrag schreibst und ich bin froh, dass du betonst, das Filme und die Macharten und eigentlich alles an Film super faszinierend ist.
    An alle Leute die den Film gemacht haben: Respekt! Ein super cooler Fanfilm!
    Liebe Grüße,
    Denise
    https://thecineastblog.wordpress.com/

    Antwort

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