Reflektierende Reflektoren reflektieren Reflexionen

Hallo zusammen!

„Was ist so schlecht an echtem Licht?“ mag man da zunächst einmal fragen, doch die Antwort liegt nahe: Es ist echt.
Film-Licht, so wie man es aus dem Kino kennt, ist nicht realistisch. Im Gegenteil: Licht ist einer dieser Faktoren, an denen man erkennen kann, dass man beispielsweise keine Dokumentation guckt. Sicher, als Filmemacher ohne Budget wird man sehr schnell an Punkte kommen, wo die Sonne alleine genügen muss, doch liegen die Nachteile auf der Hand. Sonnenlicht wandert den Tag über im Halbkreis um das Set und treibt einen damit in Sachen Anschlussfehler und Schatten schnell zur Weißglut. Man hat keinerlei Möglichkeit, sich vor Wetterumschwüngen zu schützen und wenn ein sonniger Tag sich plötzlich bewölkt, kann das schon zu ordentlichen Problemen führen.

Ein verpackter Reflektor nimmt nicht viel Platz weg …

Ein verpackter Reflektor nimmt nicht viel Platz weg …

Ein nicht zu unterschätzendes Hilfsmittel ist dabei ein Reflektor. Generell geht es einfach darum, eine möglichst weiße (oder silberne/goldene) Fläche zu haben, mit der man das Sonnenlicht zurückwerfen kann. Steht man beispielsweise der Sonne gegenüber, kann so bei einem Darsteller durch das reflektierte Licht auch die im Schatten liegende Seite seines Körpers etwas aufgehellt werden.
Die einfachste Lösung, das umzusetzen, sind entweder Mittel aus dem Haushalt (Bettlaken etwa) oder aus dem Baumarkt (Styroporplatten in weiß, beispielsweise), doch gegebenenfalls lohnt es sich, ein paar Euro in einen wirklichen Fotoreflektor zu investieren. Diese sind meist so konstruiert, dass man sie zusammenfalten kann und das macht sie transportabel und flexibel einsetzbar. Im heimischen Garten mag es ja noch gehen, aber bei einem Dreh in der Natur will ja niemand eine Platte Styro spazieren tragen, und sei sie noch so leicht.

… gewinnt ausgepackt aber ordentlich an Größe.

… gewinnt ausgepackt aber ordentlich an Größe.

Anders als bei vielen Film-Hilfsmitteln ist nicht mal wirklich Übung erforderlich. Einzig ein wenig Fingerspitzengefühl bei Auswahl und Winkel des Lichtes muss man vermutlich lernen: Eine goldene Reflexionsfläche an einem sonnigen Sommertag erzeugt unter Umständen einen Look, der aussieht, als habe der Schauspieler vor einer Bauleuchte gestanden, und das will man ja vermutlich nicht.
Abseits dessen sei nur der Tipp gegeben, den Reflektor möglichst ruhig zu halten, was bei Wind und je nach Größe auch ein wenig herausfordernd sein kann. Aber hält man ihn nicht ruhig, erzeugt man unter Umständen tanzende Lichter auf den Konturen der gefilmten Person, die ihrerseits wieder die Illusion zerstören können. Aber auch den Dreh hat man schnell raus.

Viele Grüße,
Thomas

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