Archiv der Kategorie: Bilder

Ein Panel für Xoro, ein Endspurt für Hilde

Hallo zusammen!

Die letzten zwei Wochen waren in Sachen Eifelarea sehr arbeitsreich, allerdings vor allem an allen Fronten außer Einfach Filme machen, sodass es auch diese Woche keinen Sachartikel gibt. Aber vielleicht verzeiht ihr uns ja, wenn ich die beiden Gründe nenne.

Zum einen waren Michael und ich letztes Wochenende samstags auf der Heinzcon Returns feat. ComicCon Elbtal Süd (West) und haben dort, interviewt von Mháire Stritter, das erste offizielle Panel zu Xoro: the Eifelarean bewältigt. In Englisch, damit Stargast Mark Rein·Hagen, der Erfinder von Vampire: the Masquerade, auch etwas davon hatte.
Das Panel hat eine Menge Spaß gemacht, und auch dort haben wir noch mal all unsere Pläne zu Xoro 2: Die Maske des Xoro bestätigt. Dazu (und zur Con an sich) schrieb ich aber schon in meinem privaten Blog einige Zeilen, sodass wir das hier glaube ich nicht noch mal alles durchgehen müssen. Dafür gibt es hier dann auch ein Bild zum Panel:

xoro-panel

Wunderbar. Wenn es nächstes Jahr dort wieder eine vergleichbare Veranstaltung geben wird, werde ich auf jeden Fall auch gerne dort wieder auflaufen.

Bis dahin ist ja dann auch Hilde raus – und das bringt uns zu Teil 2 der Aktivitäten. Morgen kommt Ralf nach Aachen und wir gehen die (quasi) finale Schnittfassung von Hilde und die Glocken der Amazonen ein letztes Mal durch, um sicher zu sein, dass auch wirklich alles so ist, wie wir es haben wollen.
Damit wir das aber tun können mit unserem ziemlich komplex gewordenen Projekt, hat mein Rechner hier die letzten Abende jeweils mit dem Export eines Drittels des Films verbracht. Was ich auch mit einer gewissen Freude auf Twitter nach und nach dokumentiert habe:

Das nächste Blog-Video wird damit auch nicht mehr fern sein, aber besser noch: Auch der Film ist damit nicht mehr fern.
Nächster Halt: Endschnitt.
Übernächster Halt: Einen geeigneten Ort für die Premiere klarmachen.

Ich freu mich drauf, euch den Film bald zeigen zu können!

Viele Grüße,
Thomas

Ein Einstieg in die Welt der Auflösungen

Hallo zusammen!

Wie schon mehrfach angedeutet, werden sich die kommenden Wochen hier im Blog vor allem um das Bild drehen, nachdem wir den Ton ja jüngst erst noch mal abgefrühstückt haben. Und gerade zum Auftakt des Themenblocks will ich auch gar nicht so viel reden, sondern ein Bild sprechen lassen.

Spätestens seit HD-Fernsehern sind diese ganzen Auflösungen ja immer wieder in aller Munde – da gibt es UHD und HD, FullHD und HD Ready, aber auch die alten Formate hatten ja eine Auflösung. Und anstatt euch jetzt hier mit langen Tabellen zu quälen, dachte ich mir, lasse ich einmal ein Bild sprechen, denn das sagt ja bekanntlich mehr als tausend Worte:

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(Ein Klick öffnet die Grafik in voller Auflösung; als Abbildung 1:1)

Das ist alles in ein paar Punkten ein wenig vereinfacht, aber ich denke, es gibt schon mal eine grobe Vorstellung davon, warum z.B. die DVD so viel besser aussah als die VHS davor, oder warum Youtube-Videos so gottserbärmlich wirken, wenn die Qualität auf 144p absackt. (144p ist übrigens 256×144 Pixel – aber es sagt ja schon alles, dass das Feld auf meinem Schaubild zu klein wurde für die Info, oder?)

Es sind auch nicht alle Formate drauf, S-VHS und die Laserdisc wären so zwei bekanntere Formate, die ich mal aus Gründen der Übersichtlichkeit ausgelassen habe. Dennoch, ich denke, ein guter Einstieg ist damit gemacht.
Und das nächste Mal steigen wir dann mal so nach und nach tiefer in die Materie ein.

Viele Grüße,
Thomas

Externe Tonquellen

Hallo zusammen!

Eine letzte Alternative bleibt noch anzusprechen, auch wenn wir sie in anderem Kontext hier schon im Blog hatten: Die externe Lösung. War der Bereich mobiler Aufnahmegeräte vor einigen Jahren noch ein Feld, das vollständig von unbezahlbaren Profi-Geräten dominiert wurde, so gibt es da mittlerweile eine Vielzahl mehr oder weniger eleganter Lösungen.
Wir haben beispielsweise gute Erfahrungen mit dem Zoom H4n SP gemacht, das zwar oberhalb der 200 Euro kein günstiges Gerät mehr ist, für das, was man bekommt, aber noch immer preislich sehr fair bemessen ist. Und guter Ton ist eine Investition, die sich letztlich immer lohnt.

zoom-h4n

Was nun bietet einem die externe Lösung für Vorteile? Im Grunde zwei. Zum einen ist mal technisch von der Kamera losgelöst. Man hat ein dezidiertes Aufnahmegerät, was bedeutet, dass man effektiv auch einen Faktor weniger zu bedenken hat, wenn es darum geht, die eigene Kamera zu erwerben. Zumal wie so oft bei spezialisierten Geräten der Ton eines expliziten Audiorekorders den einer Kamera lässig in den Schatten stellen kann. Mehr noch: Geräte wie das H4n bieten zusätzlich die Möglichkeit, über XLR-Anschlüsse professionelles Audio-Equipment anzuschließen. Das ist dann natürlich wieder eine Investition, aber wer beispielsweise mit einer Spiegelreflex- oder Systemkamera filmen möchte, erhält so ganz neue Möglichkeiten, denn Audio-Anschlüsse sind dort noch immer eher im Hintertreffen.
Zum anderen ist man aber auch lokal von der Kamera gelöst. Sicher, das bieten einem Funkstrecken etwa auch, aber die wollen dann auch wiederum gepflegt werden. Moderne mobile Rekorder sind nicht groß und leicht irgendwo zu verstecken, sodass man mit der Kamera eventuell weit draußen stehen kann, aber dennoch nachher einen klaren Ton in guter Lautstärke mit nach Hause nehmen kann.

Und Nachteile? Auch da gibt es vor allem zwei. Zum einen muss man sich am Set um ein weiteres Gerät kümmern. Jemand muss Sorge tragen, dass die Aufnahme läuft, dass gestoppt wird, wenn die Aufnahme fertig ist, dass es richtig ausgerichtet ist und dass noch genug Luft auf der Speicherkarte ist. All das sind Kleinigkeiten, aber ein Filmset ist ein Moloch aus Kleinigkeiten und diese kommen halt noch einmal hinzu.
Zum anderen muss man etwas bedachter Vorgehen, insbesondere was die spätere Synchronisation von Bild und Ton betrifft. Habt ihr euch schon immer gefragt, warum Filmklappen, nun, klappen? Genau deshalb: Das optische Aufeinanderschlagen und der akustische Ausschlag dienen dazu, dass später in der Postproduktion beides miteinander wieder vereint werden kann. Das war in frühen analogen Zeiten praktisch, und ist in unserem digitalen Zeitalter nicht weniger nützlich. (Sicher, die Filmklappe hat auch noch die eine oder andere zusätzliche Funktion, aber darauf kommen wir in Kapitel 13 noch.)

Würde ich ein solches Gerät empfehlen? Generell: ja. Im Bereich der nicht kostenlosen, aber kostengünstigen Lösungen sind mobile Audio-Aufnahmegeräte etwas, was in der bloßen Kosten-/Nutzen-Rechnung für mich klar als Sieger hervorgeht.
Einzig die zusätzlichen Handgriffe am Set und natürlich eine hinführende Einarbeitung in eben noch ein Stück Hardware sind Hürden, die halt genommen werden müssen.

Und damit ist unsere Audio-Tour hier nun endlich beendet und wir wenden uns der anderen Seite zu – die nächsten Monate geht es, neben Hilde-News, Terminen und dergleichen, hier vor allem um Kameras, Videosignale und dergleichen.

Viele Grüße,
Thomas

Die verschollenen Mikrofondiagramme

Hallo zusammen!

In Einfach Filme machen wird an einer Stelle auf „nebenstehende“ Mikrofon-Diagramme verwiesen – nur dass es diese in der ersten Edition so niemals gegeben hat. Ein Missstand, den nicht nur die kommende Neuauflage des Buches beheben wird, sondern dem wir auch hier nun einfach mal begegnen können.

Nachfolgend vier Diagramme, die vielleicht noch ein bisschen helfen zu verstehen, was zur Hölle diese „Mikrofoncharakteristik“ (richtiger: Richtcharakteristik) ist, von der offenbar alle immer wieder reden …

Eine Kugelcharakteristik (auch: omnidirektional) ist ungerichtet, sprich, es nimmt in einer Kugel rund um das Mikrofon Geräusche aus allen Richtungen auf.
Ein bidirektionales Mikrofon (auch: „Acht“) zeichnet in zwei Richtungen auf, spart aber den Ton an den Seiten aus, sodass etwa zwei Interviewpartner ohne Störgeräusche reden können.
Eine Nierencharakteristik (auch cardioid oder unidirektional) zeichnet nur vorne auf, dort aber in einem breiten Winkel. So bleibt es hinter dem Gerät stumm, vorne wird aber alles aufgezeichnet.
Eine Keulencharakteristik zuletzt (auch: direktional) ist eine gerichtete Aufnahme, die an einem Punkt sehr fokussiert aufnimmt, dafür aber auch die gesamte Umgebung entsprechend ausblendet.

Und so sieht das dann aus:

Viele Grüße,
Thomas

Ein paar Kamerahalterungen extra

Hallo zusammen!

Im September 2007 (!) schrieb ich hier einen Artikel zum Thema Mittel, seine Kamera zu platzieren. Aber neun Jahre sind eine lange Zeit, neue Mittel und Wege zu entdecken. Zeit für ein Update.
Die damals genannten Methoden sind dabei heute ebenso gut wie eh und je – aber es gibt da einfach mehr!

Monopod
Monopod webEin wenig flexibler, aber in der Aufnahme einem Stativ sehr ähnlich ist das Monopod, manchmal auch Einbein genannt. Im Kern steckt im Namen auch schon exakt, was es ist: Ein Monopod ist eine einzelne Stange, oft ein wenig länger als übliche Stative, an deren Kopf die Kamera befestigt werden kann.
Das klingt zunächst nicht spektakulär, aber jeder, der mal einen Tag lang ein Stativ durchgehend von A nach B geschleppt hat, wird schnell erkennen, dass die Reduktion auf nur ein Bein ein deutliches Maß an Flexibilität mit sich bringt.
Die Vorzüge bleiben dabei weitgehend gleich – das Bild ist ruhig, verwackeln ist geradezu unmöglich. Allerdings mit einer Einschränkung: Naturgemäß steht das Einbein nicht von selbst. Vom Luxus, die Kamera an einer festen Position mal sich selbst überlassen zu können oder etwa beide Hände frei zu haben, um zu schwenken und dabei zu fokussieren, muss man sich natürlich verabschieden.

Gorilla-Pods
Gorilla webGorilla-Pods sind ein Markenprodukt, wobei es auch dort mittlerweile Noname-Entsprechungen gibt. Im Grundsatz sind es erst einmal Stative – klassisch mit drei Beinen. Der Unterschied zum herkömmlichen Stativ ist dabei, dass diese Beine nicht stabile, feste Stangen sind, sondern vielmehr aus zahlreichen sehr schwergängigen Kugelgelenken bestehen. Somit kann man seine Kamera nahezu überall zum Halten bringen. Ist der Boden uneben, biegt man die Beine zurecht. Gibt es ein Geländer, so schlingt man die Beine dort herum. Will man höher hinaus, kann ein Baum beispielsweise umwickelt werden.
Kleine Gorilla-Pods für Smartphones und Action-Cams sind bereits unter 30 Euro zu haben und erfüllen in ihrem Segment ihren Job hervorragend. Will man dagegen größere Kameras aufhängen, so hat die Firma ebenfalls Produkte am Start, will jedoch auch, dass man entsprechend tiefer in die Tasche greift.

Slider
Eine Variante all dessen wäre noch ein sogenannter Slider. Slider, auch Kamerarutsche genannt, sind gewissermaßen fixierte Schienensysteme, auf denen ein Schlitten bewegt wird, um zum Beispiel kleine Kamerafahrten zu realisieren. Der Vorteil gegenüber einem Schienensystem ist, dass nichts verlegt werden muss und man schnell einsatzbereit ist.
Professionelle Slider gibt es teilweise auch in Varianten, die man auf ein Stativ montieren kann, sodass man in Windeseile aus einer stationären Aufnahme eine Fahrt konstruieren kann – achtet dann aber darauf, dass ihr nicht am Stativ selbst spart, denn es braucht schon ein robustes Dreibein, damit man den Schwerpunkt so weit zur Seite verlagern kann, wie es ein Slider nunmal tut. (Pro-Tip zwischendrin: Kleine Sandsäcke retten nicht nur Leben, sondern als Gewicht auch teures Equipment.)
Professionelle Slider können unter Umständen recht teuer werden, aber es gibt Alternativen. Die beiden beliebtesten Lösungen im Eigenbau sind entweder Plastikrohre aus dem Baumarkt, die ordentlich eingeölt eine ziemlich gute Grundlage bilden, oder aber Schubladenleisten, gleichsam aus dem Baumarkt, die man als Fundament eines kompakten Sliders nehmen kann. Achtet aber darauf, dass es in letzterem Fall kugelgelagerte Leisten sind, sonst wird das nichts mit der ruhigen Fahrt.

Schulterstützen
Das Konzept dahinter ist sehr einfach: Eine der einfachsten Methoden, etwas zu stabilisieren, ist es, die Schulter zur Hilfe zu nehmen. Darum legen Schützen das Gewehr an die Schulter an, und die meisten Leute neigen dazu, schwere Lasten auf ihren Schultern zu tragen.
Dadurch, dass die Halterung damit an einem weiteren Punkt aufliegt, erlangt die ganze Konstruktion Stabilität, und die Last wird auf den Körper verteilt, was ein längeres Arbeiten ermöglicht.
Schulterstützen gibt es in jeder Preisklasse. Man kann eine entsprechende Schraube durch ein Brett treiben und sich das über die Schulter legen, um bereits einen ersten Erfolg zu haben. Manche Leute funktionieren auch Stative oder Monopods um, ebenfalls mit Erfolg. Wer hingegen etwas Geld in die Hand nehmen mag, kriegt gut ausgewuchtete, gepolsterte Halterungen, die zusätzlich durch eine ergonomische Form helfen, lange, bequem und stabil filmen zu können. Wie immer kennt der Preis dabei natürlich keine Obergrenze.

Das Schwebestativ
Schwebestativ webMittlerweile gibt es auf dem Markt aber auch Lösungen für den kleinen Geldbeutel, die eine richtige Steadycam zwar vielleicht nicht ersetzen können, aber durchaus die gleiche Nische füllen. Das Schwebestativ ist dabei eine wirklich feine Angelegenheit.
Eine Platte, auf der die Kamera montiert wird, führt in einem Bogen herab zu einem Gewicht. Unterhalb der Platte hingegen ist kugelgelagert ein Griff montiert. Durch das Gewicht und das Kugellager pendelt sich diese Konstruktion, wenn sie einmal sauber kalibriert wurde, immer wieder gerade ein. Ein Kameraschwenk wird ruhiger, ebenso wie eine freihändige Aufnahme ein viel professionelleres, ruhigeres Bild erhält. Gerade auch vertikale Bewegungen gewinnen sehr viel Stabilität, da das Gewicht den Horizont der Kamera stabilisiert und dem Kameramann somit eine Last von der Schulter nimmt.
Apropos Last sei aber gesagt, dass das zusätzliche Gewicht natürlich im Laufe eines kompletten Drehtags durchaus seine Spuren hinterlässt. Auch wer ein solches Stativ für Aufnahmen nutzen will, bei denen  der Kameramann selbst vorwärts geht, sollte Zeit zum Üben einplanen. Zwar kann man sehr viel ruhigere Aufnahmen erreichen, aber ungeübt führen Gewicht und Kugellager schnell zu etwas, was ich mal „die Optik eines schwankenden, betrunkenen Seemanns“ nennen mag.
Dafür ist der Preis wirklich fair; schon ab 50 Euro kriegt man mit etwas Suchen solide Geräte. Viele Modelle in der Preisklasse sind offiziell für Smartphones oder Actioncams ausgeschrieben, doch ein Blick auf das erlaubte Gewicht zeigt meist, dass zumindest alles bis zu einer Mittelklasse-DSLR problemlos möglich ist.
Wer dagegen kein Problem damit hat, den Preis zu verzehnfachen, der bekommt auch wirklich schicke Modelle mit kleinem Motor und automatischer, gyroskopischer Stabilisierung – ist aber dann natürlich auch wieder lange aus dem NoBudget-Segment verschwunden.

Der Henkelgriff
Henkel webWer noch ein bisschen günstiger davonkommen will, der wird ab etwa 25 Euro in Form eines Henkelgriffes fündig. Auf den ersten Blick mag man sich fragen, wozu er dient; weder bietet er die zusätzliche Stabilität eines expliziten Gewichtes, noch beispielsweise den Ausgleich eines Kugellagers. Und doch hat er so seine Vorteile.
Zum einen kann man die Stabilität insofern erhöhen, als dass man mehr zum Anfassen hat. Mehr Griff, mehr Boden, generell einfach mehr in der Hand, das hilft ungemein, wenn die Kamera – etwa eine DSLR – kleiner ist, als man sich vielleicht wünscht. Weiterhin ist es eine sehr bequeme Möglichkeit, auch bodennah filmen zu können, egal ob man die Kamera nun von oben hält, oder ob man sie auch einfach abstellt, denn die breitere Fläche unter der Halterung ermöglicht es, auf jeder ebenen Oberfläche einen sicheren Stand zu finden.
Henkel im EinsatzEin weiteres, nettes Feature ist es, dass man je nach Bauweise eine ganze Menge zusätzliches Equipment rund um die Kamera montieren kann. Der abgebildete Henkel hat etwa vorne am Griff noch eine Blitzschuh-artige Halterung, sodass etwa ein kleiner LED-Scheinwerfer oder ein Mikro dort bequem angebracht werden können.
Die große Schwäche des Henkels liegt eher in all dem, was er schlicht nicht ist. Er kompensiert nahezu keine Bewegungen, er ist nicht sehr flexibel und bei der Bedienung der Kamera auch gerne mal im Weg. Der günstige Preis macht ihn aber dennoch möglicherweise attraktiv.

Selfie-Sticks
Nun ja, der Vollständigkeit halber seien sie genannt. Effektiv nur eine mehr oder weniger lange Teleskopstange, an deren Ende die Kamera befestigt werden kann; zudem meist explizit für Actioncams und Smartphones ausgelegt – und anders als bei den Schwebestativen nicht nur in der Theorie, sondern schlicht auch in der Traglast –, sodass die Verwendung mit einer großen Kamera eher ausfällt.
Kann man damit interessante Aufnahmen machen? Mit Sicherheit.
Würde ich zum Kauf raten? Nope.

Viele Grüße,
Thomas

Hilde und die Glocken der Amazonen: Das Poster

Hallo zusammen!

Morgen beginnt in Köln die RPC – und anlässlich dessen haben wir ein Schmankerl für euch vorbereitet: Hiermit enthülle ich feierlich das Design für das finale Poster/Cover von Hilde und die Glocken der Amazonen!

Hilde Poster v1.2

Das besagte Design wurde von Markus Heinen, unserem Morold also, erstellt und gefällt mir ausnahmslos gut. Es ist noch nicht 101% final, ich werde am Wochenende denke ich mit Markus über die letzten Feinheiten reden, aber grundsätzlich ist es das, was am Ende auf den Covern, den Postern etc. zu sehen sein wird.

Gedruckt als Poster zu sehen gibt es das gute Stück nun auch am Wochenende auf der RPC. Dort bin auch ich zu treffen, genauso wie Markus und Tom (Zork), sowie allerlei andere Gesichter aus unserem Umfeld. Uns findet man wie eh und je am DORP-Stand. Der ist diesmal in Halle 10-2 an Standnummer F-90.
Dort können wir über HildeXoro und Xoro 2 plaudern, gerne aber auch sonst übers Filmemachen, über Filme, Theorie, Praxis, wonach euch auch immer ist! Ich lass mich auch vor Mikros zerren, wenn wir einen Podcast, ein Vlog, was auch immer in der Art habt und uns gerne ein wenig Rampenlicht bieten mögt. Oder ihr kommt vorbei und klaut euch einfach einen Keks. Völlig egal.
Ich freu mich auf euch!

Und der Film selbst?
Wo wir schon darüber sprechen: Mein Ziel ist noch immer „Sommer“. Das heißt konkret ein Zeitfenster zwischen Ende Juni und Ende September. Genauer festlegen mag ich mich noch nicht; aber ja, es geht voran.
Fest geplant habe ich aber zumindest, ab Juni jeden Monat mindestens ein neues Blogvideo zu servieren und dann langsam, aber beständig den Endspurt einzuleiten.

Nach Release des Films wird es dann aber auch noch mal eine richtige Medienoffensive geben, denn viel BTS-Material kann ich euch derzeit einfach nicht zeigen, weil’s spoilern würde. Dazu kommen wir dann aber auch bald.
Danke für eure Geduld!
Ich bin sicher, sie wird es wert sein!

Viele Grüße,
Thomas

Gut gefiltert

Hallo zusammen!

Auf die Kamera und damit auf die Objektive kommen wir hier ein anderes Mal zu sprechen, dennoch gibt es eine Baustelle, die vielleicht an dieser Stelle schon angegangen gehört. Wenn man schon loszieht und plant, was man neben der eigentlichen Kamera zum Einfangen des Filmes nutzen will, sind sogenannte Filter auch von Interesse. Filter meint hier aber nicht, wie bei Grafikprogrammen oder auch Foto-Apps auf dem Tablet üblich, ein Stück Software, sondern konkrete Aufsätze, die vorne auf das Objektiv geschraubt werden.

Einige davon sind heute nicht mehr so dringlich – früher etwa schraubte man teils farbige Filter vor die Kamera, zum Beispiel orange und blau, um eine Abendstimmung zu erzeugen. Das kann man heute auch noch machen, doch das sind Eingriffe, die zumindest im NoBudget-Bereich vermutlich am Computer besser aufgehoben sind.

Ein Objektiv mit aufgeschraubtem UV-Filter

Ein Objektiv mit aufgeschraubtem UV-Filter

Auch weitestgehend überholt sind sogenannte UV-Filter. Kamera-Sensoren erfassen ein größeres Lichtspektrum als das, was wir bewusst wahrnehmen können und dies wiederum führt zu Verfälschungen im Bild. Das Glas an modernen Objektiven ist jedoch heute oft schon ausreichend, um diesem Effekt vorzubeugen. Die meisten Filmer und Fotografen, die heute UV-Filter vor ihr Objektiv schrauben, tun dies vor allem, um eine zusätzliche Schutzschicht vor dem empfindlichen eigentlichen Glas zu haben – dafür taugen sie auch, nötig ist es aber nicht.

Das Konzept von ND-Filtern ist recht selbsterklärend, denke ich

Das Konzept von ND-Filtern ist recht selbsterklärend, denke ich

Darüber hinaus gibt es aber zwei Filtertypen, die interessanter sind. Ein ND-Filter ist sogar oftmals ein richtiger Segen. ND steht für Neutrale Dichte, weshalb der Filter teils auch als Neutralfilter bezeichnet wird, manchmal aber auch ganz anders als Graufilter. Ein ND-Filter reduziert die Menge an Licht, die vorne in das Objektiv fällt, ein wenig wie eine Sonnenbrille für die Kamera. Das ändert nicht nur den Bildeindruck an sich, es ermöglicht auch, in grellen Verhältnissen zu arbeiten, ohne die Kamera selbst daraufhin anpassen zu müssen – das nämlich beeinflusst den Look der Aufnahme nachhaltig. ND-Filter gibt es entweder mit einer fixen Stärke, oder aber als sogenannte „variable ND-Filter“, bei denen man den Lichteinfall nahtlos regulieren kann.

Ein Polfilter

Ein Polfilter

Das technische Konzept hinter dem variablen ND-Filter kommt auch beim Polfilter, oder vollständig gesagt, beim Polarisationsfilter zum Einsatz. Das Konzept ist so simpel wie genial: Licht besitzt eine Polaristation, es schwingt auf verschiedenen Ebenen. Der Polfilter nun ist geeignet, gezielt Teile dieser Ebenen auszublenden, indem er diese unterdrückt. Neben ein paar generellen optischen Effekten – so wird das Blau des Himmels klarer –, hat dies vor allem eine an Zauberei grenzende Eigenschaft: Mit einem Polfilter können Reflexionen auf Wasser und auf gläsernen Oberflächen erheblich reduziert werden. Wer den Taucher im Wasser oder den geheimnisvollen Beobachter hinter der Fensterfront einfangen will, oder einfach nur den Fahrer eines Wagens erkennbar machen möchte, für den ist ein Polfilter das Mittel der Wahl.

Step-Up-Ringe quer durch alle Größen

Step-Up-Ringe quer durch alle Größen

In dem ganzen Kontext vielleicht noch interessant sind sogenannte Step-Up-Ringe. Objektive haben verschiedene Durchmesser; und wer jetzt sagen wir zwei Objektive mit 52mm Durchmesser und eines mit 58mm hat, der möchte vermutlich nicht alle Filter gleich doppelt kaufen.
Step-Up-Ringe sind nichts anderes als kleine metallene Gewindeadapter, die es ermöglichen, den größeren Filter auch auf ein kleineres Objektiv zu schrauben.

Lange war es so, dass – wie immer, wenn Glas und Kameras zusammentreffen – derartige Filter ein relatives Vermögen gekostet haben. Aber wie bei so vielen Filmbereichen gilt auch hier, dass der wachsende Amateurmarkt und der florierende Internethandel ganz neue Chancen eröffnet haben. Die ND- und Polfilter, die man bereits für unter 20 Euro erhalten kann, mögen professionellen Standards niemals entsprechen, bieten aber dennoch einen hervorragenden Einstieg zum Budget-Preis.

Viele Grüße,
Thomas