Archiv der Kategorie: Verfluchte Eifel

Hüte dich vor lange gehegten Traumprojekten

Hallo zusammen!

Es ist ein Teufelskreis: Man hat dieses Filmprojekt, das man unbedingt realisieren will. Den üblichen Ratschlägen folgend, dass man gerade anfangs vor allem drehen soll, was man auch drehen kann, kommt man aber zu dem Ergebnis, dass das Projekt derzeit nicht realisierbar ist – und schiebt es deshalb hinaus. Vielleicht fehlt die richtige Location, oft ist es aber auch ein Stück Technik, allen voran eine geeignete Kamera. Klar, jedes Handy filmt heutzutage in FullHD, aber man will es ja wenn auch richtig machen (wir kommen darauf hier auch in der Zukunft noch mal zu sprechen). Nur in dieser Phase, in der man auf den richtigen Wink des Himmels wartet, in dieser Phase neigen solche Projekte dazu, im Kopf nur noch weiter anzuwachsen; Vorstellungen, die bisher nur ambitioniert waren, werden mit der Zeit idealisiert, erreichen im Kopfkino eine Perfektion, die sie gefilmt gar nicht haben können. Aber dies ist der neue Maßstab, und natürlich braucht es dafür noch mehr von der Sache, an der es eh schon scheiterte. Und während man wartet, steigen die Ansprüche nur weiter …
Der wichtigste Schritt dazu, ein Filmemacher zu werden, steckt in der zweiten Worthälfte: Man muss auch machen. Vielleicht hat man ja wirklich ein Wunschprojekt, das man perfekt machen möchte; gut, zugestanden. Aber macht in der Zeit dennoch irgendetwas; dreht andere, kleinere Projekt, übt euch, macht Filme. Wer nur auf die richtige Gelegenheit wartet, der wartet auch in zehn Jahren noch darauf. Traurig, aber wahr.

Ein Beispiel aus unserer Praxis:
Es begab sich in der Zeit, als ich Ralf, Matthias, Markus, Tom und all die anderen Leute rund ums heutige Eifelarea kennenlernte – es war gewissermaßen ein bestehender Freundeskreis, in den ich „hineingeschlittert“ bin –, dass wir alle (mal wieder) ziemlich heiß auf das ganze Road-Movie-Genre waren. Ich vermute, auch ob seines Erscheinungsjahres 2000, dass Road Trip dabei eine Rolle spielte, aber genauso Blues Brothers und viele, viele andere Genre-Filme. Und in uns keimte da so ein Gedanke …
Die von uns, die bereits ihren Führerschein hatten (und wir alle waren gerade im Begriff, ihn zu machen), fuhren, sofern sie eigene Autos hatten, nicht gerade Sportwagen. Matthias war mit einem recht zeitgemäßen Opel Corsa unterwegs, Tom fuhr einen der ganzen alten Nissan Micras (wenn ihr alt genug seid, wisst ihr: Diese Dinger, die kantig waren wie ein Brotkasten) und Ralf hatte definitiv das Flaggschiff der Flotte mit seinem karibikgrünen Skoda Favorit. Wäre es nicht total cool, mit solchen Karren einen deutschen Road Movie zu drehen?
Schnell hatte das Projekt einen (sehr direkten) Titel: Der Straßenfilm.
Und der Straßenfilm nahm dann sehr, sehr bald exakt all die Kurven, die ich oben umrissen habe. Natürlich haben wir erst mal nichts gedreht – wir sind hier „historisch“ noch Jahre vor Xoro –, sondern nur immer weiter Ideen gesponnen. Wenn wir etwas erlebt haben, etwa eine ebenfalls mal ein anderes Mal Thema sein müssende, traumatische Kaffeefahrt zu einem obskuren Bauernhof (ich verlinke den nicht; dankt mir später), dann wurde das mit aufgenommen. Das völlig bizarre Ende von Blues Brothers 2000? Das konnten wir toppen.
Und so wuchs es. Und wuchs. Und wuchs.
Ich weiß nicht, ob noch irgendwo ein Dokument existiert, dass auch nur ansatzweise das endgültige gedankliche Magnum Opus umreißt, was der Straßenfilm hätte werden können; sicher ist aber eines: Gedreht haben wir nie auch nur eine Szene.
Und genau das ist mein Punkt.

Xoro war streng genommen auch zu ambitioniert für uns, aber wir haben angefangen, haben uns durchgebissen. Selbst Verfluchte Eifel, unsere eine große Niederlage, wurde zwar nie fertig, aber hat schlussendlich zumindest fertige Szenen, ein Buch und einen Sack toller Erfahrungen hinterlassen.

Wer mehr meiner Gedanken zu diesem Thema lesen will, der sei dann noch auf mein persönliches Blog verwiesen – schamlose Eigenwerbung, ich weiß –, wo ich dazu auch schon mal Gedanken veröffentlicht habe.
Für alle anderen auf den Punkt gebracht: Träumt nicht nur davon, Traumfilme zu drehen. Schnappt euch eine Kamera, schnappt euch ein paar Freunde und legt los!

Viele Grüße,
Thomas

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„Verfluchte Eifel“ auf der Eifeler Buchmesse

Hallo zusammen!

Thomas Michalski: Verfluchte Eifel

Thomas Michalski: Verfluchte Eifel

Morgen, also am Sonntag, dem 23. 11. 2014, bin ich auf der im Rahmen des Gesamtprojektes Lit.Eifel stattfindenden Eifeler Buchmesse, bin den Tag über zu treffen und anzusprechen und lese dann um 15:45 auch für eine halbe Stunde aus Verfluchte Eifel; vermutlich aus Das Dorfgeheimnis, der Novellenadaption des nie aus der Vorproduktion gekommenen Xulu.

Wer also einen kleinen Einblick in das große „Was hätte sein können“ haben möchte, der kann dort lauschen. Und wer allgemein Bock hat zu plaudern – ich bin wie gesagt den Tag über da und freue mich auf interessante Gespräche!

Statt findet all das im Naturzentrum Eifel in Nettersheim, was auch die offizielle Anschrift ist. Der Eintritt ist frei, die Messe insgesamt geht morgen von 11 bis 18 Uhr.

Viele Grüße,
Thomas

Hilde: Ein Zwischenstand

Hallo zusammen!

Mir wurde eben klar, dass ich zwar schon überall, nur noch nicht hier darauf hingewiesen habe, wie es derzeit um Hilde und die Glocken der Amazonen steht.
Gut nämlich!

Das Grading ist fertig, also die Farbkorrektur. Der Film ist komplett geschnitten und ist in einer, ich schätze mal, 95% endgültigen Fassung, was die reine Bildfolge angeht. Kommenden Monat wird mich Ralf einmal besuchen, dann schauen wir uns das bestehende Material in seiner jetzigen Färbung näher an, danach geht’s mit letzten Korrekturen langsam aber sicher an den Ton – Musik, Sprache, Klangeffekte.

Das heißt, mit einer Ausnahm sind auch die Spezialeffekte des Filmes fertig. Anders als Xoro, wo ja am Ende Schmand seine Zauber auspackt, Morold seinen „Palanthir“-artigen Spiegel hat und zudem der Gem of Vodeva von kuriosem Licht umgeben ist, ist Hilde im CGI-Bereich sehr bodenständig. Ein richtig expliziter CGI-Effekt ist drin, ein anderer ist derzeit in Arbeit (und, wenn nicht erfolgreich, theoretisch auch noch als echt gedrehtes Element zu realisieren, da müssten wir dann aber noch schauen, wie wir es mit dem bestehenden Material kombinieren).
Was wir allerdings diesmal massiver betreiben, sind digitale Veränderungen der „Sets“, wenn man so will. In einem Keller, in dem wir gedreht haben, wurden Holzträger durch Steinsäulen ersetzt, bei real recht weit entfernten Drehorten wurden digital Übergänge konstruiert und ja, einen Höhleneingang aus dem Computer gibt es auch noch. Das Tolle hier: Auch all diese Effekte sind bereits fertig.
Wie gesagt, es geht voran.

Ich denke zu diesen „Set Extensions“, wie wir es nennen, wird es auch noch ein (spoilerfreies) Blogvideo geben; mal schauen ob vor oder nach dem Ralf-Besuch, der sicher auch eines bekommt.
Damit ihr aber bis dahin nicht darben müsst, anbei gesammelt die Screenshots des Films, die ich in den letzten zwei, drei Wochen u.a. über meine Twitter-Account verbreitet habe.

Viele Grüße,
Thomas

PS: Ach ja, am 11. August jährte sich ja schon wieder der Verflucht Eifel-Drehbeginn. Zum Dreh-Abbruch Mitte Oktober hab ich mir noch ein kleine Überraschung überlegt, aber die wird noch nicht verraten.

Sechs Jahre Verfluchte Eifel, Teil 2: Ende & Anfang

Hallo zusammen!

Irgendwie passt es ja, oder? Selbst die Gedenkvideos zu unserem gescheiterten Projekt Verfluchte Eifel haben es nicht ganz pünktlich geschafft und unser Oktober-Video erscheint nun zur November-Mitte. Aber irgendwas ist ja immer.

Dafür ist es – denke ich – ein schönes Video geworden. Neben einigen Worten zu den Gründen, an denen das Projekt letztlich gescheitert ist, bringt es nämlich auch etwas recht exklusives mit sich: Die ersten Minuten des Filmes.
Denn die sind, anders als der Rest, tatsächlich relativ fertig geworden. Die Tonspur ist nicht endgültig – der gute Franzose sollte laut Drehbuch „Arretez!“ rufen, doch da unsere Muttersprachler am Drehtag noch uneins waren, was am Passendsten wäre, wählte Darsteller Tom einfach die französischen Worte, die ihm gerade in den Sinn kamen –, das Grading ist ebenso ungeschliffen wie der CGI-Mündungsblitz, aber hey, es ist der Anfang eines niemals vollendeten Filmes, das sollte etwas Raum für Gnade lassen, oder?

In jedem Fall ist es eine schöne Szene, wie ich finde und es ist mir – das schrieb ich aber auch schon mal, meine ich – alleine schon wichtig, dass die jetzt draußen in der Welt ist, damit die Hommage, die der Auftakt von Hilde und die Glocken der Amazonen im Bezug auf Verfluchte Eifel darstellt, auch erkannt werden kann, wenn der Film nächstes Jahr erscheint.

Verfluchte Eifel ist gescheitert, aber ich bin dennoch stolz auf das, was wir erreicht haben. Und hey, es war Lehrgeld. Wichtiges Lehrgeld, von dem wir während Hilde nun sehr gezehrt haben. Ich weiß nicht wie oft wir am Set gestanden haben und uns gegenseitig erzählten, dass das nun bei VE echt nicht geklappt hätte …
Aber nun gut – Neues zu Hilde gibt es auch definitiv im kommenden Monat.

Viele Grüße,
Thomas

Sechs Jahre Verfluchte Eifel, Teil 1: Rückblick & Raub

Hallo zusammen!

Das erste der insgesamt zwei Videos zu Verfluchte Eifel ist nun online. In diesem ersten Video gibt es einen allgemeinen Rückblick auf das Projekt, allerlei bisher noch nie gezeigte Bilder von hinter, doch auch vor der Kamera sowie tatsächlich eine winzige, ca. 40 Sekunden lange Sequenz, die recht genau so auch in dem Film zu sehen gewesen wäre.

Dieses Video erscheint im August, weil dort der Drehbeginn lag. Im Oktober, zum Sechsjährigen des Drehabbruchs, folgt hingegen ein zweites Video, was sich eben drum mit dem Scheitern des Projektes und den Gründen dafür befasst, aber auch den kompletten Anfang des Filmes zeigen wird, in etwa so, wie wir ihn uns vor mehr als einem halben Jahrzehnt gedacht haben.

Thomas Michalski: Verfluchte Eifel

Thomas Michalski: Verfluchte Eifel

Kommenden Monat gibt es hingegen das nächste der Videos zum zehnjährigen Bestehen von Xoro: the Eifelarean zu sehen.

Wie immer gilt: Wer gerne wüsste, was Verfluchte Eifel hätte werden sollen und sich vielleicht auch für das nie bis zum Dreh gekommene Vorgängerprojekt Xulu interessiert, der kann beides in meinen beiden Novellen nachlesen, die ebenfalls unter dem Titel Verfluchte Eifel erhältlich sind, hier für 7,95 Euro im Taschenbuch und hier für 6,49 Euro als eBook.

Viele Grüße,
Thomas

2013: Das Eifelarea-Jubel-Jahr

Hallo zusammen!

Es ist 2013, jede andere Webseite hat das schon lange bemerkt, nur wir ruhten offenbar etwas länger. Aber der Winterschlaf endet und langsam kriechen auch wir wieder aus unseren Höhlen – und eines ist klar: 2013 verspricht ein spannendes Jahr zu werden.
Warum, weshalb, wieso, das wollte ich heute kurz zusammenfassen

Hilde wird fertig.

Hilde und die Glocken der Amazonen – wenn keine Katastrophen eintreten kommt der Film 2013

Hilde und die Glocken der Amazonen – wenn keine Katastrophen eintreten kommt der Film 2013

Fangen wir mit dem dicken Happen an: Hilde und die Glocken der Amazonen sollte dieses Jahr endlich, endlich fertig werden. Nur noch eine Szene zu drehen, eine sehr weit fortgeschrittene, nicht mehr ganz rohe, aber wohl schon noch an Stellen blutige Schnittfassung habend, sieht das eigentlich recht gut aus. 2013 wird wohl vor allem auch ein Jahr der Postproduktion an der Front werden – aber wir hoffen, auch da immer mal wieder Videos für euch zu haben.

Xoro wird 10. Und 5.

Lange ist es her: Fotos vom ersten Drehtag von Xoro, 2003

Lange ist es her: Foto vom ersten Drehtag von Xoro, 2003

Hildes ehrenwertes männliches Äquivalent, Xoro: the Eifelarean, feiert 2013 gleich zwei Jubiläen. Im Februar 2003 haben wir das Projekt intern begonnen – somit feiert der Film sein zehnjähriges „Bestehen“. Und 2008 ist er auf DVD erschienen – und feiert somit außerdem seinen fünften Geburtstag. Alles in allem also definitiv ein Xoro-Jahr.
Wir haben über das Jahr verteilt die eine oder andere Kleinigkeit geplant, also auch wer unseren Barbaren schätzt, wird dieses Jahr hier etwas finden. Wenn alles klappt sogar Dinge, die sogar für jene noch neu sind, die im Besitz der limitierten DVD sind. Wir werden sehen.

Verfluchte Eifel wird so etwas wie 6.

Der Beginn des dann ja ziemlich wuchtig verstorbenen Filmprojektes Verfluchte Eifel hatte eigentlich letzten Herbst ein schönes Jubiläum, da wurde er fünf. Wir hatten auch etwas, was wir da veröffentlichen wollten, das hat aber nicht geklappt, weil sowohl Ralf als auch ich der Uni den Rest zu geben hatten. Also schauen wir doch mal, ob wir das nicht dieses Jahr umgesetzt kriegen. Dann halt zum Sechsten.

Die 3D-Reihe wird fortgesetzt. Und vielleicht fertig.

Recht schwungvoll hatte ich letztes Jahr eine Blog-Reihe zum Thema 3D hier begonnen, die dann aber ebenfalls von den Prioritäten des Lebens erlegt wurde. Im Laufe des Jahres wird die aber aufgegriffen und beendet. Versprochen.

Eine neue Blog-Post-Reihe wird gestartet.

Schon im Februar werde ich hingegen hier noch eine neue Posting-Reihe starten, die dann im Laufe der ersten Jahreshälfte unregelmäßig erscheinen wird. Ich habe ein kleines Videoprojekt vor, bzw. bin darum gebeten worden. Und auch dazu will ich ab und zu etwas schreiben – aber aus einer hier noch völlig unverbrauchten und wie ich denke durchaus interessanten Perspektive heraus.

Ich denke also, es wird ein cooles Jahr hier werden.
Ohne Einbußen an der Hilde-Front, aber mit ich denke spürbar mehr Content an allen anderen Ecken und Enden des Projektes „Eifelarea Film“ in seiner Gesamtheit.

Viele Grüße und viel Spaß bei all dem,
Thomas

Verfluchte Eifel: Die Drehpannen

Hallo zusammen!

Ich weiß, der erste Mai ist schon fast vorüber, das die Technik war etwas zickig, daher dauerte das mit dem Upload letztlich was länger. Nun aber ist es da – das „Blooper Reel“ zu Verfluchte Eifel.
Blooper, also Drehpannen, gibt es im Grunde bei jeder Produktion. Und auch wenn Verfluchte Eifel niemals fertig werden sollte, so haben die Drehtage dort, die stattfanden, ebenfalls ihre Spuren hinterlassen.
Der Film wird niemals erscheinen (sieht man einmal von der Buch-Adaption ab) – aber nachdem wir mehr durch Zufall wieder auf diese Datei gestoßen sind, wollten wir euch doch nicht die Chance nehmen, mit uns über ein paar Momente direkt vom Set des verfluchten Filmes zu lachen.


Natürlich wird es so ein Video auch zu Hilde geben­ – aber da kümmern wir uns doch lieber erst einmal um den Hauptfilm!

Viele Grüße,
Thomas

PS: Den Beitrag der Reihe „Eifelareas Gute Ratschläge“ für diesen Monat hole ich im Laufe der Woche nach!