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Eifelareas gute Ratschläge 7: Buletten-Time

Hallo zusammen!

Man kann, das wurde hinlänglich bewiesen, an einem NoBudget-Set im Grunde an allem sparen. Solange man eine Kamera da hat und Leute, die davor stehen und agieren, kann man im Grunde grundlegend einen Film drehen.
Es gibt jedoch eine Ressource, an der man niemals, niemals, niemals sparen darf – und das ist die Verpflegung am Set.

Fütterung der Raubtiere am Hilde-Set

Wer seine Leute nicht bezahlt – und wovon auch, ohne Budget – ist auf ihren guten Willen angewiesen. Dieser gute Wille ist, im Grunde ohne Ausnahme, immer auch an die gute Laune der Leute und die gute Stimmung am Drehort allgemein angewiesen. Und Liebe geht ja bekanntlich durch den Magen.

Essen ist einer der stärksten Komfort-Generatoren, die wir haben. Selbst eine windige Anhöhe im fahlen Licht eines kühlen Frühsommertages verwandelt sich, wenigstens für ein kurzes Zeitfenster, in einen geselligen Ort, wenn man es schafft, den Leuten vielleicht eine Suppe oder ein Brötchen mit heißem Würstchen in die Hand zu drücken.
Tom, unsere Generalversorgungs-Geheimwaffe, besitzt einen kleinen Gaskocher und nutzt den tatkräftig an jedem unserer Hilde-Drehtage. Das geht so weit, dass ich schon von der Hauptdarstellerin Néomi gesagt bekommen habe, sie würde nie wieder ohne einen Tom drehen wollen.

Verdammt guter Kaffee. Und heiß.

Doch manchmal rettet das Essen einem sogar effektiv den Dreh. An einem der beiden schlimmsten Drehtage in der Geschichte unserer Gruppe – jenem, der das Ende von Verfluchte Eifel in Filmform eingeleitet hat – war es bitterkalt. Es war Herbst, es war nachts und unsere beiden Hauptdarstellerinnen hatten aufgrund des Arrangements nahezu keine Möglichkeit, sich aufzuwärmen.
Auch hier: Auftritt der Hühnersuppe. Es ist ja hinlänglich bekannt, dass aus dem Film nichts wurde und Zyniker könnten fragen, was sie denn dann gebracht haben sollte. Aber wir haben das Projekt danach beendet – der Dreh selber hat funktioniert, obwohl jeder einzelne Beteiligte nervlich am Ende war. Aber die warme Suppe war wie ein „Reset“, noch mal eine Kraft-Dosis für den nächsten Schritt der Arbeit vor Ort.

Doch auch abseits solcher Extrembedingungen ist Nahrung extrem wichtig am Set. Ich empfehle dabei sowohl beim Essen wie auch bei den Getränken immer zweigleisig zu fahren. Beim Essen ist das einerseits etwas Nahrhaftes, eben Hühnersuppe, Brot, Wurst, irgendetwas, was wirklich satt macht. Und zum anderen etwas mit Zucker – Schokoriegel sind toll, wenn das Wetter es zulässt – einerseits, weil die meisten Leute gerne Schokolade mögen und andererseits, weil Zucker immer noch mal ein kleines, nützliches Aufputschmittel ist.
Bei den Getränken ist es ähnlich – Sprudel oder Tee, je nach Außentemperatur, weil es den Durst stillt, gut schmeckt und wirklich den Flüssigkeitshaushalt korrigiert, sowie Cola und Kaffee für zusätzliches Wohlbefinden und Noch-Mal-Energie-Tanken ebenfalls eine willkommene Bereicherung ist.
Energy Drinks … ja, auch, sind aber noch mal ein Thema für sich.

Alles in allem sei für heute die Botschaft: Verpflegung am Set macht eine Crew glücklich. Und eine glückliche Crew ist immer auch eine gute Crew.
Das gilt sogar ganz universell.

Viele Grüße,
Thomas

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